Karibik

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Der Aufbau im Revier nach den verheerenden Schäden von Hurrikane "Irma" geht mit großen Schritten voran. Zwei Crews berichten

Andreas Fritsch am 22.12.2017
Maya Cove Marina PB240127
Hartmut Holtmann/KH+P

Nachdem die Charterbasen von Moorings und Sunsail sowie Dream Yachts wiedereröffnet haben, kehren die ersten Crews in die British Virgin Islands zurück. Sie berichten von einer erstaunlich schnellen Erholung der Natur vor Ort, das Grün ist bereits wieder allgegenwärtig, nur die Palmen sind teils arg in Mitleidenschaft gezogen. Auch viele Bars, Restaurants und Supermärkte sind wieder in Betrieb. Etwas lückenhaft ist derzeit hie und da noch die Versorgung mit Wasser und Diesel. Supermärkte haben zum Teil auch wieder geöffnet, etwa der in der Leverick Bay Marina auf Virgin Gorda. Eine ganze Reihe der gesunkenen und beschädigten Yachten in Marinas wurde mittlerweile gehoben. Allerdings gibt es noch immer auch viele Wracks zu sehen. Kaum betroffen sind dagegen Bojenfelder. Die meisten liegen noch vor Ort, Crews sollten aber das Geschirr möglichst einmal abtauchen, um zu checken, ob es Schäden gibt. 

Fotostrecke: BVIs: So sah es Anfang Dezember im Revier aus

Die Menschen werkeln überall fleißig an Ihren Häusern, Geschäften oder Bars. Viele beliebte Ziele sind wieder besuchbar: das "Foxy's" auf Jost van Dyke, die "Soggy Dollar Bar", "Omars Café" und Teile von "Pussers" in Sopers Hole, "Pirates" auf Norman Island, fast ganz Anegada und einige mehr. In der Bucht The Bight auf Norman Island sieht es wieder idyllisch aus, der Strandclub "Pirates" hat wieder geöffnet. Dafür liegt der Party-Schoner "Willi T" allerdings noch immer gestrandet am Ufer. 

Im Revier sind noch sehr wenige Crews unterwegs, man trifft nur eine Handvoll Yachten, sogar an sonst überlaufenen Plätzen wie The Baths. Da sich die Einheimischen über Besucher daher doppelt freuen, können sich Crews auf ein herzliches Willkommen einstellen. 

Es gibt aber auch Plätze, die noch Monate oder vielleicht sogar bis zur nächsten Saison brauchen werden, bis alle Schäden repariert sind. Der Bitter End Yachtclub, Saba Rock, Eustatia Sound auf Virgin Gorda und der Yachthafen dort sind noch ziemlich verwüstet. Auch die Insel Marina Cay und die Trellis Bay gegenüber auf Tortola sind noch durch gestrandete Yachten und zerstörte Häuser gekennzeichnet. Auf Cooper Island wird der Strandclub mit den Ferienhäusern und Restaurant wohl bis April brauchen, bevor wieder geöffnet wird. 

Hartmut Holtmann von KH+P Yachtcharter, einer deutschen Charteragentur, die regelmäßig Fun-Regatten in der Karibik veranstaltet, ist fast das komplette Revier abgefahren und hat einen ausführlichen Bericht zum Zustand vieler Buchten und Spots geschrieben. Sie finden ihn hier.

Andreas Fritsch am 22.12.2017

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