Volvo Ocean Race

Rot-weißer Sieg zu Weihnachten: Mapfre macht den Sack zu

Das spanische Team Mapfre hat die dritte Etappe im Volvo Ocean Race gewonnen. Nach technischen Problemen bei Dongfeng war es ein unangefochtener Triumph

Tatjana Pokorny am 24.12.2017
Volvo Ocean Race 2017/2018
Ainhoa Sanchez/VOR

Mapfre gewinnt Etappe 3 im Volvo Ocean Race 2017/18

Xabi Fernandez und sein spanisches Team Mapfre haben die dritte Etappe im Volvo Ocean Race 2017/18 gewonnen. Seit das auf dieser ersten brutalen Südpolarmeer-Etappe lange in Führung liegende Dongfeng Race Team am vergangenen Mittwoch schwere technische Probleme mit der Kielaufhängung bekam, segelten die "Rot-Weißen" ihrem Etappenerfolg unangefochten entgegen. Pünktlich zu Heiligabend machten sich die Männer und Frauen auf "Mapfre" damit um 17.07 Uhr deutscher Zeit selbst das schönste Weihnachtsgeschenk.

Volvo Ocean Race 2017/2018

Das schönste Geschenk zu Weihnachten: Das spanische Team Mapfre mit Skipper Xabi Fernandez und Top-Navigator Juan Vila hat die dritte Etappe an Heiligabend gewonnen und darf das Weihnachtsfest in Melbourne an Land feiern, während die Konkurrenz noch auf See ist

Phasenweise hochspannend verlief dahinter der Kampf um die beiden Podiumsplätze. Charles Caudreliers Dongfeng Race Team hatte die angebrochene Kielaufhängung notdürftig repariert, den Wassereinbruch in den Griff bekommen und unermüdlich um den zweiten Platz gekämpft, der ohne technische Probleme durchaus auch ein erster hätte sein können. Nun segelt die Caudrelier-Crew auf dieser schweren Etappe immerhin Silber entgegen, das sich nach dem Rückschlag fast wie ein Sieg anfühlen wird. Das Dongfeng Race Team hat das von Mapfre-Skipper Xabi Fernandez als "Kampf der Titanen" bezeichnete Duell gegen die Spanier nicht seglerisch verloren, und die Fans dürfen sich auf weitere dieser Spitzenduelle freuen.

Xabi Fernandez im Weihnachtsglück

Xabi Fernandez fasst die Freude seiner Crew an Heiligabend euphorisch zusammen: "Was für ein Gefühl bei uns an Bord herrscht! Nach dem Titanen-Kampf mit ihnen und zehn Tagen echtem Südpolarmeer-Segeln erreichen wir Melbourne als Erste einer so wichtigen Etappe. Wir sind müde und freuen uns. Wir können aber auch sagen, dass wir jeden Tag dieser Etappe genossen haben. Wir wissen, dass wir nicht alle Etappen gewinnen werden und wie stark unsere Konkurrenz ist. Deswegen sind wir ja jetzt so glücklich. Heiligabend und Weihnachten an Land – damit haben wir ein paar zusätzliche Erholungstage gewonnen, bevor die nächste Etappe in einer guten Woche beginnt. Diese Zeit ist Gold wert, und ich hoffe, dass wir das Beste daraus machen werden. Natürlich müssen wir schon an die nächste Etappe denken, das Boot wieder und wieder checken. Nach dieser Etappe glaube ich, dass man das Boot gar nicht gründlich genug untersuchen kann. Teil unseres Pitstops wird es sein, gut zu essen und viel und gut zu schlafen. Dazu ein bisschen Fitness-Training, sodass wir wieder stark in die nächste Etappe starten können. Alle an Bord sind glücklich. Ganz besonders Sophie (Red.: Ciszek), die ihr Zuhause erreicht, wo alle ihre Freunde und ihre Familie im Hafen auf sie warten."

Volvo Ocean Race 2017/2018

Dieses spektakuläre Bild machte Dongfengs Anbord-Reporter Martin Keruzore an Heiligabend auf Kurs Melbourne. Nach technischen Problemen geht der Wunsch der Dongfeng-Crew, den verdienten zweiten Platz verteidigen zu können, voraussichtlich in Erfüllung

Hinter Mapfre schienen die Karten am Sonntagnachmittag verteilt: Dongfeng wird den zweiten Platz voraussichtlich halten können. Dahinter verteidigte Vestas 11th Hour Racing Platz drei gegen Bouwe Bekkings heftig attackierendes Team Brunel. Mit rund 14 Seemeilen Differenz zwischen den beiden Booten bei deutlich weniger als 100 Seemeilen bis ins Ziel waren Bekkings Hoffnungen auf Platz drei an Heiligabend auf ein Minimum gesunken, aber noch nicht ganz geplatzt. Die weiteren Verfolger werden erst an den kommenden Weihnachtstagen, AkzoNobel nach dem frühen Bruch an Bord vielleicht sogar erst nach Weihnachten in Melbourne erwartet.

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In weihnachtlichen Farben segelte die Mannschaft unter spanischer Flagge an Heiligabend in den australischen Etappenhafen ein

Tatjana Pokorny am 24.12.2017

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