Volvo Ocean Race

Neuer Bug für Vestas: Das blaue Boot verpasst auch Etappe 6

Das Team Vestas 11th Hour Racing hat nach verpasster fünfter Etappe auch die Teilnahme an Etappe 6 abgesagt. Das Boot geht per Containerschiff nach Auckland

Tatjana Pokorny am 05.02.2018
Volvo Ocean Race 2017/2018
Atila Madrona/Vestas 11th Hour Racing

Das blaue Boot des Teams Vestas 11th Hour Racing wurde bereits auf ein Containerschiff verladen und wird nach Auckland verschifft

Seit das dänisch-amerikanische Team Vestas 11th Hour Racing in der Endphase der vierten Etappen nach Hongkong in eine schwere Kollision mit einem örtlichen Fischerboot involviert war, bei dem ein chinesischer Fischer ums Leben gekommen war, ist für alle Beteiligten nichts mehr, wie es war. Während die Untersuchungen des Unglücks durch die Behörden andauern und die Kommunikation dazu einstweilig eingestellt wurde, bemüht sich das Team um die Reparatur des stark beschädigten blauen Bootes. Nach der verpassten fünften Etappe haben Zeit und Möglichkeiten vor Ort für die Teilnahme an der anspruchsvollen sechsten Etappe von Hongkong nach Auckland nicht ausgereicht. Die Vestas-Yacht ist bereits auf ein Containerschiff nach Neuseeland verladen worden und soll dort repariert werden. In Übereinstimmung mit dem Reglement wird zeitgleich eine neue Bugsektion auf der italienischen Werft Persico Marine gebaut, die ebenfalls nach Auckland verschifft werden soll.

Volvo Ocean Race 2017/2018

Vestas 11th Hour Racing nach der Kollision auf Kurs Hongkong

Das Team wird in Neuseeland wieder zusammenkommen und dort die weiteren Optionen prüfen. Weiterhin stehen für die Mannschaft die Unfallopfer im Mittelpunkt. "Zusammen mit unseren Kollegen im Volvo Ocean Race und den anderen teilnehmenden Teams haben wir den Betroffenen unser tiefes Mitgefühl ausgesprochen", sagte Team-Mitgründer Mark Towill, der in Abwesenheit von Skipper Charlie Enright das Kommando auf der vierten Etappe übernommen hatte. "Mit einem ernsthaft beschädigten Boot und einer ganzen Serie zu bestehender Herausforderungen hatten wir über die notwendigen Schritte zu entscheiden, die uns die Rückkehr ins Rennen ermöglichen." Sie bleibt das erklärte Ziel des Teams in schwerer Zeit. Towill sagte weiter: "Dank anhaltender Unterstützung von und Zusammenarbeit mit unseren Partnern, dem Volvo Ocean Race und dem gesamten Team waren wir in der Lage, ein Experten-Team zur Prüfung unserer Optionen zusammenzustellen. Ziel bleibt die Fortsetzung des Rennens."

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Dieses Bild der beschädigten Yacht von Vestas 11th Hour Racing hatte die "South China Morning Post" am Samstag nach der Kollision veröffentlicht

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Skipper Charlie Enright und sein Freund und Mitgründer Mark Towill tragen schwer an der Verantwortung im Team Vestas 11th Hour Racing

In Auckland will die Mannschaft nach erfolgter Reparatur ein gemeinsames Training aufnehmen und voraussichtlich sowohl am Hafenrennen in Neuseeland als auch an Etappe 7 in den brasilianischen Hafenort Itajaí teilnehmen. Erneut hat das Team weitere Statements zum Unglück nur angekündigt. Es gibt – auch mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen – seitens des Teams weiterhin keine offiziellen detaillierten Angaben zum genauen Hergang der Kollision am 20. Januar und ihren Begleitumständen. Die sechste Etappe von Hongkong nach Auckland über rund 6100 Seemeilen startet am 7. Februar. Die Flotte wird in der letzten Februar-Woche in Neuseeland erwartet.

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Will mit der siebten Etappe von Auckland nach Itajaí in Brasilien wieder ins Volvo Ocean Race einsteigen: das Team Vestas 11th Hour Racing

Tatjana Pokorny am 05.02.2018

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