Volvo Ocean Race

Nach Olympia-Gold und Cup-Triumph: Tuke will das Triple

Nach neun gemeinsamen Jahren scheinen sich die Wege der Gold-Stars- und America's-Cup-Helden Blair Tuke und Peter Burling für ein Jahr zu trennen

Tatjana Pokorny am 14.07.2017
Volvo Ocean Race 2017/2018
Maria Muiña / Mapfre

Blair Tuke heuerte bei den spanischen Co-Favoriten vom Team Mapfre an

Blair Tuke will nach Olympiagold und dem America's-Cup-Triumph im Volvo Ocean Race durchstarten. Dem neuseeländischen Fernsehsender TVNZ sagte der 27-Jährige: "Ich fühle mich davon angezogen." Tuke wird mit dem mitfavorisierten spanischen Team Mapfre in die 13. Auflage des Mannschaftsrennen um die Welt starten und schon in der kommenden Woche im Trainingslager in Sanxenxo eintreffen. "So, wie ich sehe, gibt es drei Gipfel im internationalen Segelsport: den America's Cup, die Olympischen Spiele und das Volvo", sagte Tuke über die Top Drei des Sports. Er steuert dieses Triple nun an. Ein Sieg in allen drei Herausforderungen ist vor ihm noch keinem gelungen.

Volvo Ocean Race 2017/2018

Blair Tuke heuerte bei den Spaniern an

Willkommen im Team: Diesen kurzen Clip veröffentlichte das spanische Team Mapfre nach Bekanntgabe der Verpflichtung von Olympiasieger und Cup-Gewinner Blair Tuke

Ob sein 49er- und America's-Cup-Steuermann Peter Burling, mit dem Tuke seit neun Jahren in einem Boot sitzt und die meiste Zeit verbracht hat, ebenfalls dem Ruf des Volvo Ocean Race folgt, bleibt weiter offen. Tuke wollte das für Peter Burling nicht verneinen, sagte, er könne nicht für ihn sprechen. Burling indes wünschte seinem "Buddy" vorerst das Beste, ließ zum gemeinsamen olympischen Sieger-Bild mit den Goldmedaillen wissen: "Ich freue mich sehr für meinen Kumpel Blair Tuke, der heute bekanntgegeben hat, dass er mit Desafío Mapfre am Volvo Ocean Race 2017/2018 teilnehmen wird. Mach's gut, Tukey! Ich sehe dich in zwölf Monaten bei unserer nächsten Herausforderung." Was unzweifelhaft das Kiwi-Projekt der Verteidigung des America's Cup sein wird, über deren Details das Emirates Team New Zealand in den kommenden Tagen Auskunft geben will.

Vor zwei Jahren schon gingen Peter Burling für eine ganz kurze Zeit getrennte Wege, als Blair Tuke das Hafenrennen im Volvo Ocean Race 2014/15 in Auckland mit Mapfre und Peter Burling mit Charles Caudreliers Dongfeng Race Team bestritt

Weil die Neuseeländer das Cup-Finale voraussichtlich für das Jahr 2021 ansetzen, bleibt den Stars Zeit für Engagements in anderen Disziplinen des Segelsports. "Ich träume vom Volvo Ocean Race, seit ich ein kleines Kind bin. Ich wollte das schon länger als Olympia oder den America's Cup machen. Ich bin so glücklich, dass ich jetzt endlich die Gelegenheit dazu bekomme", sagt Tuke. Mapfres Skipper Xabi Fernandez kennt Tuke gut, denn sie waren über viele Jahre Gegner und Weggefährten in der olympischen 49er-Klasse. Tuke war schon beim Hafenrennen in Auckland bei der letzten Auflage des Volvo Ocean Race an Bord von Mapfre und hat das Team im Einsatz erlebt.

Dennoch wird es für Supersegler Tuke der erste intensive Hochsee-Einsatz sein – vor ihm liegt eine steile Lernkurve. Doch das ist genau sein Ding: "Ich mag solche Herausforderungen." Für Mapfre wird Blair Tuke als Steuermann und Trimmer segeln. 2018 legt das Volvo Ocean Race auch in Auckland wieder einen Zwischenstopp ein. Man darf nach den Siegerparade infolge des Triumphs im America's Cup damit rechnen, dass die Neuseeländer auch den Meeres-Marathon und seine Helden feiern würden. Der Startschuss zur 13. Auflage fällt am 22. Oktober in Alicante. Das Rennen endet in der letzten Juni-Woche im niederländischen Den Haag.

Tatjana Pokorny am 14.07.2017

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