Volvo Ocean Race

Der Eisgrenze ganz nah

Etwa beim 54. Breitengrad angekommen, jagt die Flotte aktuell knapp über der Eisgrenze Kap Hoorn entgegen. Vestas hat die Führung über Nacht verteidigt

Tatjana Pokorny am 21.03.2018
Volvo Ocean Race 2017/2018
VOR

Für Vestas-Segler Tony Mutter aus Neuseeland ist es bereits das sechste Rennen um die Welt. Der ruhige Neuseeländer zählt zu den erfahrensten Männern in der gesamten Flotte

Am vierten Tag der siebten Etappe segeln die VO65-Yachten in Winden um 20 bis 25 Knoten mit etwas darunter liegender Geschwindigkeit auf südöstlichem Kurs Kap Hoorn entgegen. Das amerikanisch-dänische Team Vestas 11th Hour Racing hat über Nacht seine Spitzenposition vor dem in der Gesamtwertung führenden spanischen Team Mapfre und den letzten Etappensiegern von Simeon Tienponts Team AkzoNobel verteidigt. Es folgen Bouwe Bekkings Team Brunel und Charles Caudreliers Dongfeng Race Team vor Turn the Tide on Plastic und Sun Hung Kai / Scallywag. 

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Auf Kurs Kap Hoorn führt Charlie Enrights Team Vestas 11th Hour Racing die Flotte auch zum Auftakt von Tag 4 weiter an

Volvo Ocean Race 2017/2018

Das Szenario am Mittwochmorgen: Auf südöstlichem Kurs nähern sich die Boote gleichzeitig der Eisgrenze und Kap Hoorn

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Auf diesem Screenshot des Trackers ist gut zu erkennen, mit welchen wechselnden Wettersystemen sich die Teams um den 54. Breitengrad herum auseinanderzusetzen haben. Dabei nähern sie sich der von der Wettfahrtleitung eingerichteten Eisgrenze, die in Richtung Süden nicht überschritten werden darf

Scallywag-Navigatorin Libby Greenhalgh weist in ihrem letzten Blog von Bord darauf hin, dass es voraussichtlich eine schnelle Etappe wird: "Am besten öffnet ihr das Race Village in Itajaí schon eher, denn die aktuellen Prognosen erwarten uns bereits am 4. April in Brasilien. Alles ist möglich." Die ersten rund 1000 der insgesamt 7600 Seemeilen, die diese Etappe zur längsten und härtesten der 13. Auflage machen, sind bereits absolviert.

Volvo Ocean Race 2017/2018

Stacey Jackson im Team von Vestas 11th Hour Racing

Dongfeng-Anbordreporter Martin Keruzore berichtete bereits am Dienstag vom Eintauchen ins Südpolarmeer: "Heute früh waren die ersten Albatrosse da, die wie Wächter in unserem Heckwasser ihre Kreise zogen. Am Horizont wirken sie riesig und majestätisch, während sie unseren Kurs beobachten. Der tiefe Süden hat in Erwartung der Flotte seine Arme weit geöffnet. Er ist bereit, uns in sein Innerstes vorzulassen und seine langen Wellen und seine eisigen Winde mit uns zu teilen. An Bord herrscht nicht gerade überschäumende Freude über diese Einladung. Augenblicke begegnen sich, wir sprechen darüber und fragen uns, wie das Wetter und wie es in diesem Teil der Welt sein wird, mit dem Segler so wenig bekannt sind. Wie werden wir behandelt werden? Eines ist sicher: Es wird alles andere als erholsam – sondern stark und intensiv. Das Thermometer wird an die Grenze von null Grad gehen, und die Wellen werden das Spielfeld gefährlich machen."

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Mit der eigenen Drohne eingefangen: AkzoNobel im Southern Ocean

Volvo Ocean Race 2017/2018

Der Job an Bord von Turn the Tide on Plastic wird mit jedem Breitengrad in Richtung Süden härter

Tatjana Pokorny am 21.03.2018

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