Volvo Ocean Race

Brunel-Skipper Bekking: "Das beste Segeln bislang"

Am Wochenende haben die Teams ideale Segelbedingungen genossen, während sie sich gleichzeitig – und meist in Sichtweite – heftige Positionskämpfe lieferten

Tatjana Pokorny am 12.02.2018
Volvo Ocean Race 2017/2018
Yann Rio/Volvo Ocean Race

Impressionen von Team Brunel an Tag 6 auf Etappe 6 von Hongkong nach Auckland: Die Mannschaften erleben ein Wechselbad von Segelbedingungen

"Heute war einer dieser Segeltage, an denen du realisierst, wie viel Glück du hast, dass du an diesen Rennen teilnehmen darfst. Als uns am Morgen die nördlichen Winde erreichten, haben wir das beste Segeln aller Zeiten auf diesem Boot genossen: 30 Knoten Wind und glattes Wasser. Wir rasten nur so dahin, erreichten Durchschnittsgeschwindigkeiten von 26,5 Knoten. Warum kann es nicht immer so sein? Diese Boote sind für glattes Wasser und nicht für Wellen gemacht." So schwärmte Team Brunels Skipper Bouwe Bekking von den Sonntagsbedingungen, bevor ihn bei seiner Wache in der Nacht zum Montag wieder Regen und Widrigkeiten einholten. Noch immer kämpft Brunels Crew um die Reparatur der Media-Station, zu der sie auch aus dem Hauptquartier der Rennleitung stets aufs Neue aufgefordert wird. "Es ist supernervig, diese Nachrichten von der Rennleitung zu erhalten, die uns dazu auffordern, die Media-Station einfach wieder einzuschalten. Das ist so leicht gesagt, wenn man irgendwo in einem trockenen Büro an Land sitzt. Sie haben keine Ahnung, wie sehr wir darum kämpfen, die Station wieder in Gang zu bringen. Yann und Capey haben sich den ganzen Tag damit herumgeschlagen. Ich bin sicher, dass die Jungs einen Weg finden werden, sobald es ruhiger zugeht."

Volvo Ocean Race 2017/2018

Nasser Arbeitsplatz am Montagmorgen an Bord des gelben Bootes von Team Brunel

Wie eng es im Kampf um die Führung auf Etappe 6 zugeht, zeigt dieser Clip, den Team Brunel am Sonntag veröffentlichte – da lagen schon mehr als 2000 Seemeilen hinter den Mannschaften…

Andere gehen nach dem Wochenende wieder ins Büro. Die Teams im Volvo Ocean Race verlassen ihr "Büro" nie. So sah es am Montagmorgen aus…

Im Kampf um die vorderen Plätze in der Flotte hat sich am Wochenende nur wenig getan. Zwar hat Mapfre zunächst die Führung übernommen, doch das bislang dominierende Quartett segelt weiterhin meist in Sichtweite zueinander. Nur knapp hinter Mapfre machten am Montagmorgen Charles Caudreliers Dongfeng Race Team, Bekkings Team Brunel und Dee Caffaris Team Turn the Tide on Plastic Druck. Die vier führenden Boote trennten am sechsten Tag der sechsten Etappe gerade einmal dreieinhalb Seemeilen, bevor der Montagmorgen sie wieder mit harschen und nassen Bedingungen begrüßte.

Volvo Ocean Race 2017/2018

Skipper Charles Caudrelier steuert auf Kurs Auckland für sein Dongfeng Race Team

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So eng ging es am Wochenende im Kampf um die vorderen Plätze zu: Hier liefern sich Team Brunel und Mapfre nach rund 2000 Seemeilen auf See ein Duell

Und auch die beiden Verfolger, die Teams Sun Hung Kai / Scallywag und AkzoNobel, konnten ihren Rückstand nach dem zunächst extremer eingeschlagenen Nordkurs inzwischen wieder verkürzen, weil die nördlichen Winde sie – wie erhofft – zuerst erreichten. Zu Spitzenreiter Mapfre fehlen dem Duo aber immer noch etwas mehr als 30 Seemeilen. Hier geht es zum Tracker mit den aktuellen Positionen.

Wie die Crews die Segelbedingungen am Montagmorgen erleben und wie sich Sun Hung Kai/Scallywag und AkzoNobel nach großem Rückstand wieder an das führende Quartett herankämpft

Diese sechste Etappe trägt die Boote auch ihrer Meilen-Halbzeit des Rennens entgegen, die etwa nach zwei Dritteln des Abschnitts von Hongkong nach Auckland bei bis dahin knapp 20.000 gesegelten Seemeilen erreicht sein wird. Bislang deutet alles darauf hin, dass sich die aktuell führenden Teams Mapfre und Dongfeng das erwartete Duell um den Gesamtsieg bei dieser 13. Auflage des Meeres-Marathons liefern werden. Welches der beiden roten Boote jedoch Ende Juni in Den Haag die Bugspitze vorn haben könnte, das bleibt wohl noch eine ganze Weile offen. Zurzeit hat Mapfre im Gesamtklassement mit 34 Punkten 4 Zähler Vorsprung vor Dongfeng. Hier geht es zum Zwischenklassement.

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Die wechselhaften Segelbedingungen fordern die Teams und ihre Steuerleute – hier ist AkzoNobels Wachführer Nicolai Sehested am Rad im Einsatz

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Frischwasserbedarf: Dongfengs Trimmerin und Steuerfrau Carolijn Brouwer wäscht sich das Salz vom Gesicht

Tatjana Pokorny am 12.02.2018

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