Vendée Globe

Foie gras, Schokolade und der Traum vom Sieg zu Silvester

Alex Thomson ist ihm bedenklich nahe gekommen, doch Armel Le Cléac'h hat seine Führung verteidigt. Sein Neujahrswunsch: Nach zwei zweiten Plätzen endlich siegen

Tatjana Pokorny am 31.12.2016
Vendée Globe 2016/2017
Armel Le Cléac'h/Banque Populaire VIII

Armel Le Cléac'h segelt dem Zielhafen auf "Banque Populaire VIII" als Spitzenreiter entgegen

Armel Le Cléac'h hat nur ein Ziel, und man kann es ihm nicht verdenken: Nach zwei zweiten Plätzen bei den vergangenen Vendée-Auflagen will der Bretone auf "Banque Populaire VIII" das Rennen seines Lebens endlich gewinnen. Diesem Traum ist er näher denn je. Zwar musste er – gefangen in flauen Windfeldern vor der südamerikanischen Küste – zuletzt den stark aufholenden Briten Alex Thomson fürchten und ist ihn als hartnäckigen Verfolger auch noch nicht los. Doch seit auch Thomson nur noch langsam vorankommt, hat Armel Le Cléac'h das Duell vorerst wieder im Griff.

Da blieb sogar Zeit für einen Beitrag für das französische Fernsehen, in dem der Mann mit dem Spitznamen "Schakal" verriet, wie er in der Silvesternacht speisen wird: "Etwas Foie gras, obwohl das bei 25 Grad Lufttemperatur ungewöhnlich sein wird, und dazu Schokolade. Mein Neujahrsvorhaben ist klar: Ich will 2017 als Erster zurück sein in Les Sables d'Olonne." Am Silvesterabend trennten Armel Le Cléac'h und seinen Verfolger Alex Thomson auf "Hugo Boss" 150 Seemeilen. Ein beruhigendes Polster für Le Cléac'h, aber auch eine aufholbare Distanz für Thomson.

Alex Thomson berichtet von der "Hugo Boss" über das Duell mit Armel Le Cléac'h und die Aussichten für das Finale

Es war sicher eine Portion psychologische Kriegsführung im Spiel, als Le Cléac'h am letzten Abend des Jahres 2016 seine aktuelle Analyse der Situation zum Besten gab: "Alles gut hier. Wir klettern bei Amwind-Bedingungen die brasilianische Küste hoch. Die Temperaturen sind deutlich gestiegen. Wir sind in T-Shirt und Shorts. Das Boot bewegt sich geschmeidig. Nach den ganzen 'DIY'-Jobs an Bord verfügt das Boot für die Zielgerade und Les Sables d'Olonne wieder über sein volles Potenzial. Die letzten Tage waren besonders hart, weil wir in unglücklichen Wetterbedingungen eine deutliche Führung eingebüßt haben, die unserer harten Arbeit im Pazifik zu verdanken war. (...) Ich werde hoffentlich meine Erfahrung nutzen und das Boot einfach härter antreiben können."

4854 Seemeilen hatten Armel Le Cléac'h und die "Banque Populaire VIII" am Samstagabend vor dem Jahreswechsel noch bis ins Ziel zu absolvieren, Zu dem Zeitpunkt war der Franzose mit zehn Knoten Speed unterwegs, sein britischer Rivale mit neun Knoten. Auf Platz drei hatte Jérémie Beyou auf "Maitre Coq" knapp unter 1000 Seemeilen Rückstand auf Thomson. Jean-Pierre Dick lag weitere 650 Seemeilen hinter Beyou. 19 Boote sind bei dieser achten Auflage der Vendée Globe noch im Rennen, zehn – und damit ein Drittel – ausgeschieden.

Hier geht es zu den Zwischenständen und zum Tracker.

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Tatjana Pokorny am 31.12.2016

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