Transquadra

Zwei deutsche Amateur-Teams fordern den Atlantik heraus

Teil 2 der Amateur-Regatta Transquadra für Solisten und Zweihand-Crews läuft. Zwei deutsche Doppel sind auf Kurs Martinique dabei, doch ein Team hat Probleme

Tatjana Pokorny am 12.02.2018
Transquadra 2017/2018
Transquadra

Transquadra 2017/18: Am Wochenende fiel der Startschuss für den zweiten Abschnitt über den Atlantik

Es ist für die meisten der teilnehmenden Amateur-Crews das Segelabenteuer ihres Lebens: Die beiden Hamburger Ingenieure Tim Behrendt und Andreas Buchheim auf "Frida" sowie die Stralsunder Ärzte Thomas Hunfeld und Samer Shehadeh mit der "Thusnelda 3" sind am Samstag in die Atlantik-Passage der Amateur-Regatta Transquadra gestartet. Teil 1 der Herausforderung hatte die insgesamt 89 Boote starke Flotte im Juli 2017 wahlweise von Barcelona oder Lorient nach Madeira geführt.

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Alle Teilnehmer auf einen Blick

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In sportlichen 20 bis 25 Knoten ging es beim Start in Teil 2 der Transquadra vor Madeira zur Sache

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Start-Szene vor Madeiras Küste

Die beiden ambitionierten deutschen Crews hatten das Rennen im vergangenen Sommer von Lorient aus eröffnet und damit bereits die ersten rund 1100 Seemeilen hinter sich. Mit ihrer modernen JPK 10.80 hatten Behrendt und Buchheim einen starken 15. Platz ersegelt. Die Stralsunder erreichten den Etappenhafen Marina Quinta do Lorde auf ihrer vergleichsweise kleinen JPK 960 "Thusnelda 3" als Vorletzte, hatten bei ihrer Tortur Rückschläge in Serie wegzustecken, gaben aber nicht auf und kamen durch. Ihren anfänglichen Mittelfeldplatz verloren sie mit dem Bruch der Ruderanlage und dem zerborstenen Spibaum. Hinzu kam ein hartnäckiges Magen-Darm-Virus, das die Crew über mehrere Tage fast außer Gefecht gesetzt hatte.

Auf dem zweiten Abschnitt sollte alles ganz anders werden, doch im Vorfeld hatte Thomas Hunfeld zunächst mit einer hartnäckigen Grippe und Fieber zu kämpfen. Mit viel Kampfgeist gelang es dem Mediziner jedoch, gerade rechtzeitig zum Start am vergangenen Samstag einigermaßen fit zu werden. Nun läuft seit dem vergangenen Samstag Teil zwei der Transquadra, und wieder mischen die beiden deutschen Teams mit. "Wir wollen Martinique heil und gesund erreichen", hatte Hunfeld das Ziel für sein Team mit seinem Segelfreund, Taktiker und Vorschiffsmann Samer Shehadeh formuliert. Am Montagmorgen war das Duo noch mit rund 6 Knoten Speed im Zwischenklassement angezeigt. Gegen Mittag jedoch wies der Tracker für "Thusnelda 3" nur noch 0,1 Knoten Speed aus und führte sie auf Platz 49 unter den 50 noch aktiv segelnden Booten. Vier Boote der Doppelhand-Wertung sind bereits ausgeschieden.

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Thomas Hunfeld und Samer Shehadeh mit der Startnummer 243 auf "Thusnelda 3"

Auf Anfrage von YACHT online erklärte die Rennleitung der Transquadra via Pressesprecherin am Montagvormittag, es habe einen Anruf der "Thusnelda 3"-Crew gegeben. Der Mannschaft ginge es gut. Jedoch hätten Hunfeld und Shehadeh Probleme mit ihrem Autopiloten gemeldet und berichtet, dass sie in 15 bis 18 Knoten Wind ohne Spinnaker unterwegs seien.

Das Hamburger Team Behrendt & Buchheim hatte nach der ersten Etappe von Lorient nach Madeira diesen Clip veröffentlicht

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Zwei längjährige Freunde und Familienväter im Rennen ihres Lebens: Tim Behrendt und Andreas Buchheim auf "Frida". Die Frage nach der Motivation für ihre Teilnahme beantworten sie so: "Die Transquadra ist keine 'Weltreise', sondern eine Regatta über den Atlantik in einem attraktiven Format mit moderaten Bedingungen. Eine perfekte Gelegenheit, die eigenen Grenzen zu testen."

Besser lief es in den ersten beiden Tagen für die Hamburger: Die "Frida" segelte dem Zielhafen am Montagvormittag mit 8,6 Knoten auf Platz 12 entgegen und hatte zu dem Zeitpunkt nur rund 40 Seemeilen Rückstand auf die in der Zweihand-Wertung führende französische "Yuzu" von Olivier Monin und Aymeric Belloir, die Martinique mit knapp 9 Knoten Geschwindigkeit entgegeneilte.

Hier geht es zum Tracker der Transquadra

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"Frida" vor dem zweiten Transquadra-Start

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Transquadra-Start vor Madeira: Teil zwei der Amateur-Regatta mit Kurs auf Martinique hat begonnen

Tatjana Pokorny am 12.02.2018

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