Volvo Ocean Race/Imoca Open 60

Zukunftsentscheidung: Volvo Ocean Race mit Open 60 möglich

Die Open-60-Segler wollen beim Volvo Ocean Race antreten – und keinen Diesel mehr benutzen. Boris Herrmann im Vorstand

Lars Bolle am 09.04.2018
Malizia
Carlo Borlenghi/Rolex

Mit dem Open 60 "Malizia" will Boris Herrmann die Vendée Globe segeln – vielleicht auch das Volvo Ocean Race

Das kommende Volvo Ocean Race könnte auf Open-60-Yachten gesegelt werden. Was schon länger gerüchteweise kursierte, wurde nun von der Klassenvereinigung Imoca der Open-60-Segler auf der Jahreskonferenz der Klasse in Lorient/Frankreich bestätigt. Rund 60 Skipper und Teammanager stimmten mit großer Mehrheit dafür, das nächste Race in Etappen um die Welt auf 60-Fuß-Imocas zu segeln. Der Vorstand der Klasse soll jetzt die Gespräche darüber mit den Organisatoren des Volvo Ocean Race fortsetzen. "Wir möchten das wirklich, der Ball liegt jetzt im Feld des Volvo Ocean Race", sagte Klassenpräsident Antoine Mermod.

In den Klassenvorstand wurde während der Jahrestagung auch der Hamburger Boris Herrmann gewählt, womit die Klasse einen weiteren Schritt in Richtung Internationalisierung ging. Herrmann begrüßte vor allem die weitere Entscheidung, mehr auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Teilnehmer der Hauptversammlung stimmten einer neuen Regelung zu, welche die Nutzung erneuerbarer Energien an Bord der Boote fördern soll, um möglichst keinen Diesel mehr zu verwenden. Einige Skipper haben bereits angekündigt, ihre Boote von einem Verbrennungsmotor zu einem Elektromotor umzurüsten. "Es ist im Sinne der Imoca-Klasse, in jedem Bereich ständig nach Innovationen zu suchen", sagte Herrmann. "Ich persönlich habe eine Partnerschaft mit der Marke BMW, wo intensiv an Batterien für Hybrid- und Elektroautos geforscht wird. Wir arbeiten an der Installation dieser Batterien auf meiner Imoca, und die Entscheidung über erneuerbare Energien auf der Jahreshauptversammlung wird mir sehr helfen. Wir hoffen, dass das System für die Saison 2019 einsatzbereit ist."

German Offshore Award 2018

Boris Herrmann, Alex Thomson und Jörg Riechers (v.l.) beim German Offshore Award 2018

Auch die Sicherheit der Open-60-Yachten soll weiter verbessert werden. So soll ab der Route du Rhum 2018 ein neues Radarsystem zum Einsatz kommen, welches das Risiko von Kollisionen reduzieren soll.

In YACHT 9/2018 erscheint ein Interview mit Alex Thomson, Vizepräsident der Imoca-Klasse, über den aktuellen Stand der Verhandlungen, die Zukunft der Klasse und die Chancen der Deutschen Boris Herrmann und Jörg Riechers. Das Heft erscheint am 18. Juni am Kiosk oder kann hier vorbestellt werden.

Lars Bolle am 09.04.2018

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