Regatta-News

Wege aus dem "Teertopf"

Die windarmen und schauerreichen Doldrums machen ihren Namen alle Ehre. Mesekowitz scheint der Schwachwindzone entkommen

Matthias Beilken am 17.10.2007

Über die exakte Übersetzung des französischen Begriffs "pot au noir" wird noch gestritten. Klar ist jedoch, dass die meisten Minis mitten in diesem Wetterband stecken, das sich wie eine heiße und klebrige Masse anfühlt.

Die Unanehmlichkeiten des Wetters in diesem Band — Wind aus allen Richtungen, sengende Hitze, lange Flauten und plötzlich hereinbrechende Schauer — scheint Henrik Masekowitz aus Hamburg bereits hinter sich zu haben. Er segelt derzeit auf Platz vierzehn im Serienbootfeld. Und das vordere Drittel des Feldes hat sich längst mit dem der Protos vermischt. Gegen die Spitzenboote in jener Gruppe ist natürlich kein Kraut gewachsen. Das erste Boot, die "Actual Interim" von Yves Le Blevec segelt rund 300 Meilen vor Masekowitz. Ob der Bonner Dominik Zürrer mit seinem Pogo 1 " Ubik 245" oder die Favoritin Isabelle Joschke mit ihrem Kohlefaserproto "Degremeont-Synergie" die berüchtigte — und wegen der Schauer aucxh gefährliche — windarme Ggend des Ozeans. Das sonderbare, ungleiche Match ergibt sich aufgrund der Tatsache, dass Joschke, Siegerin der ersten Etappe, einen Stopp in Mindelo auf den Kapverdischen Inseln einlegen musste und davor einige Tage in die Gegenrichtung gefahren ist.

Die Äquatortaufe steht allen drei Seglern jedoch noch bevor, denn das "Teertopf"-Band wabert zur Zeit etwa sechs Grad nördlich des geografischen Äquators. Selbst der Skipper des führenden Proto wird noch eine ganze Weile ein "N" vor der Breitengrad-Anzeige seines GPS lesen.

Matthias Beilken am 17.10.2007

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online