Maior

Von Stille bis Sturm

Der Saisonauftakt für ORC- und One-Design-Klassen verlief vor Kiel in heftigen Wechselspielen: Erst wehte gar kein Wind, dann zu viel. Spannend war es trotzdem

Tatjana Pokorny am 01.05.2017
Maior 2017
Maior/ok press

Den Schnee der Bundesligasegler am Chiemsee hatten die Maior-Teilnehmer vor Kiel nicht, aber kalt war es trotzdem. Dabei reichte die Windbandbreite von Stille bis Sturm, von Kaiserwetter bis Regenschauer. Dazwischen lagen spannende Wettfahrten, packende Duelle und zwei Tage großartiger Sport. Insgesamt wurde auf beiden Maior-Kursen sieben Wettfahrten ausgetragen. Sowohl die ORC-Klassen 1 bis 3 als auch die One-Design-Klassen (Melges 24, J 70 und J 80) segelten jeweils drei Wettfahrten am Samstag und vier am Sonntag.

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Die Maior-Sieger 2017 auf einen Blick

Den in Absprache mit den Teilnehmern gestrichenen Segeltag am 1. Mai kommentierte Principal Race Officer Stefan Kunstmann so: "Die letzte Wettfahrt am Sonntag ging sicher an die Leistungsgrenze der meisten Crews. Somit war es im Nachhinein gut, mit diesen vier Wettfahrten den Tag zu beenden, da sich die Wettervorhersage für den Montag entsprechend schwierig gestaltete und sich schlussendlich herausgestellt hat, dass Segeln ohne starkes Risiko nicht mehr möglich war. Zusammengefasst sehe ich hier glückliche Teilnehmer, die zufrieden nach Hause fahren und die Maior als tolles 'Season-Warm-Up' in Erinnerung behalten."

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Axel Seehafers "Sportsfreund" im Maior-Einsatz

In ORC 1 setzte sich die "X-Day" mit dem Hamburger Skipper Max Gurgel nach berechneter Zeit mit nur einem Punkt Vorsprung gegen Axel Seehafers "Sportsfreund" durch. Crew-Mitglied und North-Sails-Segelmacher Bertil Balser sagte: "Wir segeln schon so lange gegen Max, auf verschiedenen Schiffen – wir geben uns immer gegenseitig auf die Ohren. Das macht schon Spaß!"

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ORC-1-Siegerin "X-Day" mit dem Hamburger Skipper Max Gurgel

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Die ORC-2-Siegerin "Sydbank von Torsten Bastiansen

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Vielleicht sollte man die J80-Klasse in Menzner-Klasse umbenennen? Die Kieler Crew gewann wieder einmal souverän

In ORC 2 sicherte sich Torsten Bastiansens "Sydbank" in der mittleren Klasse mit drei ersten und vier zweiten Plätzen den Sieg vor Jan Peters' "Adamas" und Jens Kuphals "Intermezzo". In der kleinsten Klasse ORC 3 gewann der dänische Vizeweltmeister Michael Mollmann auf "Hansen".

Schöne Windverhältnisse bei weniger Welle erlebten die Starter in den Einheitsklassen und Sportbooten auf der Innenbahn. Keine Überraschung war der Sieg von Martin Menzners "Pike" in der J/80. In dieser Flotte passte der gestrichene Segeltag am 1. Mai, weil die Menzner-Crew bereits am Sonntagabend nicht mehr einholbar war. Da die J80-Crews pro Jahr nur einen Satz Segel kaufen dürfen, kam der Abbruch auch den anderen Teilnehmern entgegen. In der J/70 kreuzten Mitglieder des deutschen Teams für den Red Bull Youth America's Cup 2017 auf: Der Hamburger Magnus Simon (SVB Team Germany/MSC Carroux Caffee Juniorenteam) siegte, SVB-Team-Germany-Skipper Paul Kohlhoff verstärkte die Mannschaft seines Vaters Peter Kohlhoff am Sonntag und segelte mit der Kieler Mannschaft auf Platz drei hinter Gordon Nickels "Just in time". In der Melges 24 errang Stefan Gründler mit "Immac 24" den Sieg.

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Jens Kuphals "Intermezzo" vom Berliner Yacht-Club segelte in ORC 2 auf Platz 3

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Dem Wetter angepasst und gar nicht "Pretty in Pink", fuhr die "Tutima"-Crew mit Skipperin Kirsten Harmstorf-Schönwitz auf Platz drei in ORC 1

Tatjana Pokorny am 01.05.2017

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