Minitransat

Riechers und Stanjek greifen mit revolutionärem Mini an

Erste Bilder vom neuen Prototypen, Probefahrt gleich eine Regatta. Wird der neue Mini komplett foilen?

Lars Bolle am 11.05.2017
Mini Riechers/Stanjek
Jens Kuphal

Im kleinen Hafen von Garraf/Spanien bereitet sich eine neue deutsche Kampagne auf die ersten Probeschläge vor. Heute ist der neue Mini-Prototyp von Jörg Riechers aus der Werft dort angekommen. Schon morgen will Deutschlands erfolgreichster Einhandsegler gemeinsam mit dem ehemaligen Starbootsegler und Olympiateilnehmer Robert Stanjek an der Doublehand-Regatta "III mini mare nostrum" rund um die Balearen teilnehmen.

Mini Riechers/Stanjek

Fieberhafte Arbeiten, um das Boot segelklar zu bekommen

Ziel ist nicht nur, die gemeinsame seglerische Kooperation fortzusetzen, sondern auch  Qualifikationsmeilen für das Minitransat im Herbst dieses Jahres zu sammeln, an dem Jörg Riechers teilnehmen möchte.

Ganz oben auf der Agenda stehen jedoch erst einmal Erfahrungen mit dem neuen Boot. Der Zeitplan ist so knapp, dass die Regatta zugleich die erste Testfahrt wird, der Weg zur Startlinie zugleich die Jungfernfahrt für einen neuen, 6,50 Meter langen Mini, den es so bisher noch nicht gegeben hat.

Mini Riechers/Stanjek

Blick ins große Cockpit

In nur acht Wochen wurde der neue Proto, ein Bertrand-Design, in Tunesien bei Magic Yachts gebaut. Er soll das Minitransat 2017 gewinnen. Garant dafür soll nicht nur der erfahrene Mini-Spezialist Riechers sein, sondern auch eine technische Neuerung am Boot. Details dazu wollte Riechers noch nicht nennen. In Anbetracht der Entwicklungen bei den Mini-Prototypen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass ein Boot in dieser Kategorie nur noch konkurrenzfähig sein kann, wenn es komplett foilt. 

So wurde vor kurzem ein Konkurrent, die bereits 2011 siegreiche "Magnum", modifiziert als Komplettfoiler vorgestellt. Allerdings entspricht dieses Boot noch nicht dem Minitransat-Regelwerk.

Aufnahmen der "Magnum" beim Foilen

Auffällig ist auf den ersten Fotos, die kurz nach dem Auspacken des Bootes entstanden, die ausgeprägte Scow-Form des Buges. Diese Spantform war zuletzt bei einigen Neuentwicklungen wie "Arkema" zu sehen und auch schon bei vorhergehenden Minitransats erfolgreich. Außerdem sind keine Aufnahmen für Steckschwerter zu erkennen.

Das Mini-Projekt ist der Auftakt zu einer größeren deutschen Offshore-Kampagne, die Schritt für Schritt die Teilnahme an den großen Offshore-Races zum Ziel hat. Neben der Bündelung der unterschiedlichen seglerischen Kompetenzen von Riechers und Stanjek geht es auch um den Aufbau professioneller Management- und Projektstrukturen.

Lars Bolle am 11.05.2017

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