Minitransat

Regattasieg für Riechers/Stanjek mit ganz heißer Nadel

Der Start zur ersten Regatta des neuen deutschen Mini-Projekts musste für die beiden Deutschen extra verschoben werden

Lars Bolle am 17.05.2017
Minitransat
Jens Kuphal

Der neue Mini mit der Klassen-Nummer 934 beim Probeschlag zur Startlinie

30 Minuten Gnadenfrist bekamen Jörg Riechers und Robert Stanjek von den Organisatoren des spanischen Clubs Nautic Garraf, um ihren Mini noch an die Startlinie zu bringen. Erst am selben Tag war das Boot aus der Werft angekommen, musste noch geriggt werden und den in der Klasse obligatorischen Kentertest bestehen.

Aber das neue deutsche Seesegel-Duo schaffte es. Die Jungfernfahrt war zugleich eine Regatta rund um die Baleareninsel, die sie auch gleich gewannen – allerdings bei nur drei Konkurrenten sportlich nicht wirklich aussagekräftig. Aus seemannschaftlicher Sicht war dieser Sofortstart durchaus fraglich. Mit einem unerprobten Boot gleich eine Hochseeregatta zu bestreiten birgt Risiken. Doch die Wettervorhersage sei beständig bei Leichtwind gewesen, weshalb das Team sich für eine Teilnahme entschied.

Minitransat Riechers/Stanjek

Der neue deutsche Mini-Prototyp beim Kentertest

Die Erkenntnisse: Alles hat gehalten, nichts ist kaputt gegangen. "Das Design hat die hohen Ansprüche bestätigt", so Riechers in einem kurzen Statement. Beide wollen mit dem Boot das Mini-Fastnet segeln und Riechers will beim Minitransat 2017 gewinnen. "Obwohl das Boot aufgrund der knappen Vorbereitung nicht zu hundert Prozent getrimmt werden konnte, haben wir super Zahlen, Winkel und Geschwindigkeiten erreicht", so Riechers weiter.

Minitransat Riechers/Stanjek

Jörg Riechers an der Pinne. Unter dem Rumpf ist das normale Schwert zu erkennen

Jetzt soll das Boot wieder zurück in die Werft, um fertiggebaut werden zu können. Noch ist es, wie auf den Fotos zu erkennen, mit konventionellen Steckschwertern ausgerüstet. Ob beim Umbau Foils nachgerüstet werden sollen, wollten beide nicht kommentieren.

Nächste geplante Regatta ist die Trophée Map vom 5. bis 10. Juni über 220 Seemeilen von und nach Douarnenez, wo das Boot erstmals auf ernsthafte Konkurrenz treffen wird.
 

Lars Bolle am 17.05.2017

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