Rolex Fastnet Race

„Rambler" kentert auf dem Rückweg

Der 100-Fuß-Maxi fand sich in falscher Schwimmlage, doch alle Segler sind gerettet. „Banque Populaire V" siegt indes in neuer Rekordzeit

Dieter Loibner am 16.08.2011
Fastnet Race

„Rambler" in verkehrter Schwimmlage, ohne Ballastbombe am Kiel

Um etwa 18:30 Uhr Ortszeit ging gestern bei der irischen Küstenwache  ein Epirb-Notruf von der amerikanischen  Supermaxi „Rambler 100” ein, der zwischen Fastnet Rock und der Pantaenius-Boje gekentert war. Laut ersten Berichten kletterten 16 der insgesamt 21 Segler auf den kieloben schwimmenden Rumpf, während fünf andere eine Rettungsinsel bestiegen. „Alle 21 Besatzungsmitglieder wurden gerettet”, erklärte Ian Loffhagen, der Wettfahrtleiter des Royal Ocean Racing Club, der die Regatta ausrichtet. Neben Einheiten der irischen Küstenwache war auch die Marine mit Schiffen und Helikoptern an der Rettungsaktion beteiligt, die bei Regen, Windstärke 6 und schlechter Sicht durchgeführt wurde.

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Da zeigt der Mast noch nach oben: „Rambler" beim Fastnet Rock

Über den Grund des Kenterns kann derzeit nur gemutmaßt werden, doch aus den Luftaufnahmen wird ersichtlich, dass die Ballastbombe am Ende der Kielflosse fehlt. Laut Berichten von Bord gab es vom Start weg verschiedenste technische Probleme. Unter anderem fiel eine Winsch aus, und ein Vorsegel wurde zerrissen.

„Rambler 100”, die 2008 als „Speedboat” vom Stapel lief, wurde von Juan Kouyoumdjian entworfen und im Laufe der Jahre ausgiebig modifiziert. Das Schiff ähnelt mit extrem breitem Heck, Neigekiel, Doppelruder und ausgeprägtem Knickspant stark einer Volvo Ocean 70 und stellte unlängst im Rahmen des Transatlantikrennens einen Streckenrekord auf.

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„Rambler" am Start

Das 608 Meilen lange Fastnet Race wird seit 1925 in den ungeraden Jahren ausgetragen. Der Kurs führt von Cowes entlang der englischen Südküste zur Wendemarke beim Fastnet Rock vor der Südwestküste Irlands und um die Scilly Isles zurück nach Plymouth. Die 314 Boote dieses Jahr übertrafen den alten Teilnehmerrekord von 303 Yachten, der beim tragischen Rennen 1979 aufgestellt wurde, bei dem 15 Segler in einem schweren Sturm ums Leben kamen.

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„Banque Populaire" überquert die Ziellinie in neuer Rekordzeit

NEUER REKORD: Der 140-Fuß-Maxi-Trimaran „Banque Populaire V" unter Skipper Loïck Peyron kreuzte die Ziellinie in Plymouth gestern um 19:48 Uhr Ortszeit und markierte damit einen neuen Rekord in 1 Tag,  8 Stunden, 48 Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18,5 Knoten. Damit unterbot Peyron seine eigene Bestmarke von 1 Tag, 16 Stunden und 27 Minuten, die er 1999 mit dem Trimaran „Fujicolor" aufgestellt hatte.

Augenzeugenbericht zur Rettung der „Rambler"-Crew.

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Dieter Loibner am 16.08.2011

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