TP52-Weltmeisterschaft

"Platoon" mit Konstanz und "Vrolijk"-Faktor auf Titelkurs

Harm Müller-Spreers TP52 "Platoon"-Crew präsentiert sich bei der WM vor Scarlino in Top-Form, hat sich nach zwei Tagen eine Drei-Punkte-Führung erarbeitet

Tatjana Pokorny am 18.05.2017
Rolex TP52 Weltmeisterschaft Scarlino 2017
Nico Martinez/Martinez Studio/Rolex TP52 Weltmeisterschaft Scarlino 2017

Rolex-TP52-Weltmeisterschaft Scarlino 2017: Harm Müller-Spreers "Platoon"

Konstanz ist bei der Rolex-TP52-Weltmeisterschaft nach zwei Tagen der Schlüssel zum Erfolg: Als einziges Team konnte Harm Müller-Spreers "Platoon"-Crew an den ersten beiden Tagen in insgesamt vier Rennen ausschließlich Top-Drei-Ränge ersegeln. Lohn der guten Vorstellung: Die Crew des Hamburgers führt die WM-Wertung mit neun Zählern und drei Punkten Vorsprung vor Doug DeVos' "Quantum Racing" (zwölf Punkte) an. Auf Platz drei lag zunächst "Azzurra".

Rolex TP52 Weltmeisterschaft Scarlino 2017

"Platoon" auf dem WM-Kurs vor Scarlino

"Platoons" Großsegeltrimmer Dirk de Ridder erklärte den gelungenen Auftakt so: "Am zweiten Tag hatten wir sehr gute Starts. Unsere Geschwindigkeit ist gut genug. Kannst du also nach guten Starts erst einmal frei segeln, wird das Leben vorn leichter. Wir fühlen uns in den drehenden Winden recht wohl. Unser Boot ist auf Höhe der Wasserlinie etwas schmaler (Red.: als die Botín-Designs). Sind wir also in Fahrt, läuft es. Bei 'Rán' ist es dasselbe. Ich glaube, es ist so ein Vrolijk-Ding, dass diese Boote vor dem Wind so schnell unterwegs sind."

Rolex TP52 Weltmeisterschaft Scarlino 2017

Fotokunst von Nico Martinez bei der TP52-Weltmeisterschaft vor Scarlino

Rolex TP52 Weltmeisterschaft Scarlino 2017

Inzwischen auch am Wind flott unterwegs: die Vorwind-Rakete "Platoon"

Der "Platoon"-Crew mit Steuermann Harm Müller-Spreer, Taktiker und America's-Cup-Sieger John Kostecki, seinem Schwager und Trimmer Dirk de Ridder sowie weiteren bekannten Profis hatten Experten bereits vor WM-Start Chancen im Kampf mit den dominierenden TP52-Größen "Quantum Racing", "Azzurra" und "Rán" eingeräumt. Müller-Spreer war nach siebenjähriger Pause 2015 wieder in die 52 Super Series eingestiegen. Der dreimalige Drachen-Gold-Cup-Gewinner von der Elbe hatte die Crew seitdem mehrfach umgestellt und jetzt offenbar seine Ideallösung gefunden. Im vergangenen Jahr war das Team auf Quantum-Segel umgestiegen und hatte sich zu einer Trainings-Partnerschaft mit dem dominierenden Team Quantum Racing zusammengeschlossen. 

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Jagt jetzt die "Platoon"-Crew: das amerikanische Team Quantum Racing

Neben Kostecki und De Ridder ist der spanische America's-Cup-Gewinner Jordi Calafat auf "Platoon" im Einsatz. Das zwei Jahre alte Boot gilt als Vormwind-Rakete, kann aber inzwischen auch auf allen anderen Kursabschnitten mithalten. Gebaut wurde "Platoon" bei Premier Composites Technologies. Eine intensive Optimierung nahm die Crew im Winter 2015/16 vor. Vor WM-Start hatte Harm Müller-Spreer gesagt: "Wir sind sehr gut vorbereitet, aber es gibt drei, vier Boote, die den Titel holen können. Und ja, es wäre schön anzunehmen, dass wir eines dieser Teams sind."

Hier geht es zu den Ergebnissen.

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Wieder für das schwedische Team Rán Racing im Einsatz: Nacra-17-Olympiateilnehmerin Carolina Werner aus Kiel

Tatjana Pokorny am 18.05.2017

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