Regatta-News

Neuer Preis für Hochseesegler

Der erste German Offshore Award wird am kommenden Freitag in Hamburg verliehen

Lars Bolle am 15.02.2008

Der Preisträger wurde von einer Fachjury unter Vorsitz des Hamburger Segler-Verbands aus mehr als 60 Rennyachten nominiert, von denen die zehn besten vorgestellt werden. Initiiert wurde der Preis von der im vergangenen Jahr gegründeten German Offshore Owner’s Association (GER-OO), einer Interessengemeinschaft von Hochseeseglern.

Hamburgs Sport- und Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig wird am kommenden Freitag (22. Februar) im Rathaus der Hansestadt den ersten German Offshore Awards verleihen. Der neu ins Leben gerufene Preis, gestiftet vom Hamburger Senat, würdigt die Höchstleistungen von Skippern und deren Mannschaften, die mentale und physische Herausforderungen bravourös meisterten, die mit kaum einer anderen Disziplin zu vergleichen sind. Zunächst wurden laut Initiator Volker Andreae alle europäischen Hochseeregatten unabhängig von ihrem Wertungssystem gesichtet und die Ergebnisse deutscher Yachten bei diesen Regatten bewertet. Nach Analyse des Kieler Diplom-Meteorologen Meeno Schrader wurden diese Regatten dann mit einem Faktor belegt, der sich aus dem Schwierigkeitsgrad aufgrund der äußeren Bedingungen ergab. Der Preis bewertet also neben dem reinen Regattaergebnis auch die Beanspruchung der Crew in der Wettfahrt.

Wichtig ist dem Vorsitzenden der German Offshore Owner’s Association Volker Andreae, dass "der Senatspreis übergreifend für Erfolge bei internationalen Regatten aller Wertungssysteme vergeben wird". Mit seiner "Inschallah VI" gehört Andreae selbst zu den zehn Besten nominierten, ebenso wie der Bremer IMS-Weltmeister Christian Plump mit seiner "Beluga". Ursprünglich wurde die German Offshore Owner’s Association gegründet, um das aus England stammende IRC-Wertungssystem in Deutschland, wo überwiegend nach IMS gesegelt wird, zu promoten.

Sonderpreise werden außerdem für die Regatta des Jahres und beste Jugendcrew 2007 vergeben. "Die Nachwuchsförderung im Hochseesegeln mit seinen Attributen der Teamfähigkeit, Ausdauer, gewissenhaften Vorbereitung sowie hoher Sozialkompetenz liegt allen Veranstaltern der German Offshore Awards am Herzen", bekräftigte Harald Harmstorf als Vorsitzender des Hamburger Segler-Verbands.

Das Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg mit seinem historischen Saal biete einen außergewöhnlichen Rahmen für eine viel beachtete Premiere, so Andreae, die bei der Behörde für Bildung und Sport und der Senatorin Dinges-Dierig sofort Unterstützung fand. "Hamburg als Tor zur Welt und zu den internationalen Regattarevieren ist traditionell Ursprung und ein Zentrum deutscher Regattaaktivitäten", erklärt der GER-OO-Vorsitzende, warum der Festakt zwischen Elbe und Alster stattfinde. Mehr als 150 Jahre schon werde in Hamburg das Hochseesegeln mit all seinen positiven Facetten wirklich gelebt.

"Der völkerverbindende Charakter unser Wettfahrten, ob Kurzrennen oder Langstrecke, ist von einem Sportsgeist getragen, der seinesgleichen sucht", sagt Volker Andreae, "das wollen wir fördern und noch mehr Eigner und Crews motivieren, sich den künftigen Regattahöhepunkten zu stellen."

Bevor die Senatorin Dinges-Dierig den German Offshore Award vergibt, wird der Vorsitzende des Hamburger Segler-Verbands als Mitveranstalter die zehn besten Yachten vorstellen. Diese sind:
Bajazzo, Sven Zoller (Elmshorn)
Beluga, Christian Plump (Bremen)
Frühstücksdirektor, Jörn Bock (Hamburg)
Inschallah VI, Volker Andreae (Hamburg)
Juxbox, Jan Meineke/Lars Carstensen (Fehmarn)
Norddeutsche Vermögen Hamburg, Georg Christiansen, Hamburgischer Verein Seefahrt
Outsider, Tilmar Hansen (Kiel)
Sunbird Dry, Norbert Drücker (Bremen)
Vineta, Felix Scheder-Bieschin (Hamburg)
Wappen von Bremen III, Gerd Spitzley/Sven Nehlsen, Segelkameradschaft Das Wappen von Bremen

Lars Bolle am 15.02.2008

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