Extreme Sailing

Mastbruch bremst die Alpenstürmer aus

03.10.2015 Tatjana Pokorny, Fotos: Dean Treml/Red Bull - Das österreichische Red Bull Sailing Team kam mit dem Schrecken davon, als der Mast seines Extreme-Katamarans vor Istanbul brach

Extreme Sailing Series, Act 7 vor Istanbul
Fotograf: © Dean Treml/Red Bull

Das SAP Extreme Sailing Team vor der Kulisse Istanbuls

Der siebte Akt der Extreme Sailing Series wird Österreichs Red Bull Sailing Team eine ganze Weil nicht mehr aus dem Kopf gehen: Die Crew um die Doppel-Olympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher war vielversprechend in die vorletzte Regatta der Saison 2015 gestartet und lag auf Platz drei, als am Freitag im zweiten Rennen der Mast ihres Extreme-Katamarans brach. In wechselhaften Winden zwischen zwölf und 20 Knoten knickte das oberste Drittel des Riggs ab. Dabei wurden auch die Segel beschädigt. Die Crew blieb unverletzt und konnte das Boot in den Hafen zurückbringen.

Extreme Sailing Series, Act 7 vor Istanbul
Fotograf: © Dean Treml/Red Bull

Das Red Bull Sailing Team lag in Führung, als wenig später der Mast brach

Dort gelang es dem Team in emsiger Nachtschicht, sein Boot mit Ersatzmast wieder startklar zu machen. Am Morgen danach konnten Hagara, Steinacher und ihre Crew bereits an der Startlinie zum Bosporus-Rennen aufkreuzen. Der ärgerliche Bruch jedoch hatte sie vorerst auf den letzten Platz in Akt sieben vor Istanbul abstürzen lassen. "Das war natürlich sehr frustrierend für uns", sagte Taktiker Steinacher, "denn wir lagen gerade in Führung, als der Mast brach." Den Österreichern bleiben zwei Tage, um sich in der Ergebnisliste wieder vorzuarbeiten.

Extreme Sailing Series, Act 7 vor Istanbul
Fotograf: © Dean Treml/Red Bull

Hier bricht das oberste Drittel des Riggs – für das Red Bull Sailing Team war der Regattatag damit gelaufen

Extreme Sailing Series, Act 7 vor Istanbul
Fotograf: © Dean Treml/Red Bull

Warum der Mast brach, wird in Istanbul noch untersucht

Das Klassement dominierten im Revier vor der Kulisse Istanbuls zunächst einmal mehr Leigh McMillan und seine Mannschaft auf "The Wave, Muscat" mit drei Tagessiegen vor dem SAP Extreme Sailing Team mit den Co-Skippern Jes Gram-Hansen und Rasmus Køstner sowie "Oman Air" mit Skipper Stevie Morrison. In den anspruchsvollen Segelbedingungen kam kaum ein Team ungeschoren davon. Sechs der acht Mannschaften kassierten am Freitag nach Regelwidrigkeiten und leichten Kollisionen Penalties. Auch das Boot von Team Turx war in einem Zusammenstoß mit "GAC Pindar" mit Steuermann Chris Draper leicht beschädigt worden. Draper sagte: "Wir hatten die Welt in unseren Händen und haben das mit einer dummen Entscheidung einfach weggeworfen."

Extreme Sailing Series, Act 7 vor Istanbul
Fotograf: © Dean Treml/Red Bull

Bester Dinge vor Istanbul: "The Wave, Muscat"-Skipper und Steuermann Leigh McMillan hatten das Geschehen einmal mehr bestens im Griff

Die siebte Regatta der Extreme Sailing Series endet am Sonntag. Das Finale der Profiserie, die im Juli auch in Hamburg auf der Elbe zu Gast gewesen ist, findet vom 10. bis 13. Dezember in Sydney statt.

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