Fördewoche 2013

Klassentreffen auf der Förde

Saisonabschluss vor Flensburg: Zum 103. Mal lädt der Flensburger Segel-Club zur alljährlichen Fördewoche. Bilanz des ersten Wochenendes

Bendix Hügelmann am 10.09.2013
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"Xenia" und "Silva Hispaniola" im Zweikampf unter Spi. Nach sechs Rennen hatte "Xenia" die Nase vorn

Das erste Wochenende der 103. Flensburger Fördewoche ist zu Ende. Mit den Regatten Lyø Rund und dem Nospa-Cup für die nach ORC-vermessenen Yachten, den German Open der J80-Klasse, dem Deutschen Expressen Pokal der Albin-Express und der Deutsch-Dänischen Meisterschaft der X 79 bot sich Seglern ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt machten die Einheitsklassen, die bereits am Freitag ihre ersten Wettfahrten aussegelten.

Gemischte Beteiligung beim NOSPA-Cup

Für die ORC-Yachten ging es erst Samstag auf die Bahn. Sechs Rennen waren für den Nospa-Cup ausgeschrieben, und die Wetterprognose versprach gute Segelbedingungen für das ganze Wochenende. Zunächst ließ Wettfahrtleiter Claus-Otto Hansen die Crews jedoch warten. Ein kräftiges Gewitter am Samstagmorgen sorgte zunächst für Startverschiebung, die Segler nahmen es gelassen – Geduld, die sich bezahlt machte. Als der Spuk am späten Vormittag vorbei war, wurden die Teams mit bestem Segelwetter belohnt. Während die ORCi-Klasse 2 mit 13 und Klasse 3/4 mit neun Yachten deutlich besser besetzt waren als noch im Vorjahr, blickten die Teams der großen nach ORCi vermessenen Yachten in die Röhre. Sechs Teams gingen in ORCi-Klasse 1 an den Start, 2012 waren es noch zehn und 2011 gar 17 Yachten gewesen. 

Gesegelt wurde trotzdem: Dr. Bernhard Buchwald steuerte seine "Xenia" (Xp-44) souverän zum Sieg in Klasse 1 und verwies damit Dennis Gehrleins "Silva Hispaniola" (Evento 42) auf den zweiten Platz. Dritter wurde die Crew der "Santa" (Farr 400) um Steuermann Morten Ulrikkeholm. In Klasse 2 konnte die "Veolia" (XP-38) unter Torsten Bastiansen ihrer Favoritenrolle gerecht werden und einen klaren Sieg einfahren. Platz zwei belegte die "Static Electric" (X-362s) von Heiko Päsler, Dritter wurde mit der "Bukh Bremen" (Varianta 44) die Eignergemeinschaft Ellermann/Winkley. 

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Einsame Spitze: Die XP-38 "Veolia" war vor Flensburg eine Klasse für sich

In Klasse 3/4 lieferten sich die "Halbtrocken" (First 36.7) von Knut Freudenberg und die "Patent 3" (X-332) von Jürgen Klinghardt ein spannendes Duell um den Klassensieg. Nach sechs Wettfahrten mit jeweils sieben Punkten gleichauf, ging der Sieg an die "Patent 3" dank einem Sieg in der letzten Wettfahrt. Der Gesamtsieg im Nospa-Cup, einer fiktiven Wertung über alle Klassen, ging ebenfalls an die "Xenia" von Dr. Bernhard Buchwald. 

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"Patent 3" unter Spi. Ein Sieg im letzten Rennen sicherte der routinierten Crew den Sieg in Klasse ORCi 3/4

German Open der J 80

Neben den ORC-vermessenen Yachten segelten auch drei Einheitsklassen im Rahmen der Flensburger Fördewoche ihre Regatten aus. Während die J80-Klasse vor Flensburg inzwischen zum Inventar zu gehören scheint, bildeten der Deutschland Cup der Albin Express und die Deutsch-Dänische Meisterschaft der X-79 erfreuliche Neuzugänge in Flensburg. Im 23 Boote starken Feld der J 80 siegte zum wiederholten Male Martin Menzner an der Pinne der "Pike" vor Sören Hadeler (GER 578) und Sven Vagt (GER 1027) auf den Rängen zwei und drei. 

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23 Boote und ein klarer Sieger: Martin Menzner mit "Pike"

Gelungenes Comeback der Evergreens

Die betagte Klasse der Albin Express feierte vor Flensburg ein gelungenes Comeback. Erstmalig wurde der Deutsche Expressen Pokal ausgesegelt, ein Format, das prompt 18 Schiffe an die Startlinie brachte. Unter den Teilnehmern auch Teams aus Dänemark und Schweden, wo die Klasse ebenfalls wieder an Schwung gewinnt. Beste Express wurde dementsprechend die "DEN 271" von Hans Christian Erbs vor der "SWE 2010" von Arne Larssen auf Platz zwei. Bester Deutscher wurde Martin Görge vom KYC mit der "GER 233". 

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Aus dem Stand 18 Boote an der Linie: Der Deutsche Expressen Pokal war ein voller Erfolg

Auf einem ähnlichen Weg befindet sich die Klasse der X-79. Nachdem es in den vergangenen Jahren still geworden war um die kleine X, hat die Zusammenlegung der Deutschen und Dänischen Meisterschaften der Klasse neues Leben eingehaucht. Offenkundig fühlen sich immer mehr Segler vom besonderen Charme dieser Boote angesprochen, zudem gewährleistet eine überaus engagierte Klassenvereinigung einen ansprechenden Rahmen. 13 Crews gingen vor Flensburg an den Start, darunter sieben Boote aus Dänemark. Nach acht Rennen war das Podium fest in dänischer Hand, es siegte die "DEN 376" von Søren Brask vor Michael Nielsens "DEN 311" und Mads Lobertsts "DEN 187". Bester Deutscher wurde Michael Ilgenstein mit "GER 459". 

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Erste Anzeichen eines Revivals? Die X-79-Klasse an der Luvtonne vor Flensburg. 13 Teams starteten

Bendix Hügelmann am 10.09.2013

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