Giraglia Rolex Cup

Imposantes Regattafeld im Mittelmeer

Das Langstreckenrennen des Giraglia Rolex Cup verzeichnet in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord. Auch fünf deutsche Yachten segeln mit

Ricarda Richter am 16.06.2016
Giraglia Rolex Cup 2016

Vor Saint-Tropez fanden on Sonntag bis Dienstag die Inshore-Regatten statt

Im Mittelmeer tummelt sich derzeit ein Regattafeld von beeindruckender Größe. 268 Yachten haben sich in diesem Jahr zum Giraglia Rolex Cup gemeldet – so viele wie nie zuvor. Besonders die Langstreckenregatta um die Insel Giraglia, die dem Event seinen Namen gibt, gilt als eines der bekanntesten Hochseerennen im Mittelmeer. Neben den professionellen Teams der imposanten Mega-Yachten nehmen auch Amateure auf ihren Privatbooten an der Veranstaltung teil. Rund 2500 Segler aus ganz Europa und darüber hinaus treten gegeneinander an. Auch fünf deutsche Crews sind in diesem Jahr angereist. 

Der Giraglia Rolex Cup besteht traditionell aus drei Teilen. Zwei nächtliche Zubringerregatten starten zu Beginn aus dem französischen Marseille und dem italienischen San Remo nach Saint-Tropez, wo in den folgenden Tagen mehrere Inshore-Wettfahrten vor der Küste ausgetragen werden. Erst anschließend führt das bekannte Offshore-Rennen von dort aus um die Insel an der Nordspitze Korsikas nach Genua in Italien.

Fotostrecke: Giraglia Rolex Cup 2016

Von Marseille aus starteten am Freitag nur zehn Boote, von San Remo aus waren es 100 – darunter die deutsche "Pappes" mit Skipper Michael Müller, die in der IRC-Wertung einen beeindruckenden siebten Platz erreichte. Bei den drei Inshore-Regatten vor Saint-Tropez, die von Sonntag bis Dienstag stattfanden, schlugen sich die "Pappes" sowie die nach ORC segelnden deutschen Crews der "Moana" von Hanno Ziehm und der "Steve Wonder 2" von Mikhail Mishchenko wacker im Mittelfeld. Die "Black Pearl" von Stefan Jentzsch hielt sich im letzten Drittel der IRC A-Wertung, die "Sjambol" von Jens Kuhn wurde letzte.

Erste Eindrücke vom diesjährigen Start zum Giraglia-Offshore-Rennen

Nach den guten Bedingungen der vorangegangen Tage schlug zum gestrigen Start der Langstrecke, die den Höhepunkt des Rolex Cup bildet, das Wetter um. Bei Starkregen und schwachem Wind fuhr das riesige Feld nur langsam aus der Bucht von Saint Tropez hinaus. Dass der Streckenrekord von 2012 auch dieses Jahr nicht geknackt werden würde, stand deshalb schon von Beginn an fest. Damals war die 90-Fuß-Maxiyacht "Esimit Europa 2" unter dem deutschen Steuermann Jochen Schümann bereits nach knapp 15 Stunden in Genua eingelaufen.

Rund 241 Seemeilen gilt es zu bewältigen. Die 600 Meter lange, 50 Meter breite, und 60 Meter aus dem Wasser ragende Felsinsel Giraglia, die die Yachten an Steuerbord runden müssen, hat inzwischen einen ähnlich mythischen Status wie der Fasnet Rock vor Irland erreicht. Sie markiert in etwa die Hälfte der Wegstrecke. Die ersten Yachten haben bereits heute die Ziellinie gequert.

Das Segel-Event wurde 1953 mit der Intention ins Leben gerufen, die Beziehungen zwischen Italien und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zu verbessern. In einem Pariser Bistro einigten sich der Yacht Club Italiano und der Yacht Club de France damals zusammenzuarbeiten. Seitdem findet der inzwischen älteste mediterrane Segelwettbewerb jedes Jahr im Juni statt. Er wird nach wie vor von französischen und italienischen Vereinen gemeinsam organisiert.

Hier geht's zum Tracker des Rennens.

Das offizielle Vorab-Video zum Giraglia Rolex Cup 2016

Ricarda Richter am 16.06.2016

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