Jules-Verne-Trophäe

"Idec Sport": kompromisslos auf Kurs Kap Hoorn

Tief unten im Südpolarmeer rast Francis Joyons "Idec Sport" Kap Hoorn entgegen. Der Vorsprung auf die alte Bestmarke am 26. Tag auf See: 1700 Seemeilen!

Tatjana Pokorny am 10.01.2017
Jules Verne Trophäe 2016/2017
Idec Sport

"Idec Sport" rast einer Fabelzeit entgegen

Francis Joyon und seine Männer auf "Idec Sport" segeln kompromisslos einer neuen Jules-Verne-Fabelzeit entgegen. Am Montag jenseits des 60. Breitengrads, heute zwischen dem 57. und 58. Breitengrad unterwegs, raste die sechsköpfige Crew dem letzten großen Kap auf ihrer Weltumsegelung entgegen. Zum legendären Felsen waren es am Dienstagnachmittag deutlich weniger als 1000 Seemeilen. Der Vorsprung auf die bestehende Jules-Verne-Bestmarke der französischen "Banque Populaire V" aus dem Jahr 2012 betrug rund 1800 Seemeilen, von denen sich die "Idec Sport"-Crew allein 300 am Montag verdient hatte. Bis ins Ziel hatten Skipper Francis Joyon, Alex Pella, Sébastien Audigane, Gwénolé Gahinet, Clément Surtel und Bernard Stamm zu diesem Zeitpunkt noch 7776 Seemeilen zu absolvieren. 

Jules Verne Trophäe 2016/2017

26. Tag auf See: die Position am Nachmittag des 10. Januar

Das Video zeigt, mit was für einer imposanten Geschwindigkeit "Idec Sport" durchs Südpolarmeer pflügt

Das bisher beste 24-Stunden-Etmal von 879 Seemeilen macht deutlich, wie schnell der Trimaran unterwegs sein kann. Schon morgen könnte Kap Hoorn erreicht sein. Für die Annäherung kann Joyon allerdings auch jede im tiefen Süden gewonnene Seemeile gebrauchen, denn er rechnet für die Hoorn-Passage mit abflauenden Winden. Deswegen hat sich das Team von jenseits des 60. Breitengrads wieder nach Norden gearbeitet und setzt diese Bemühungen fort. Mit einer nördlichen Annäherung an Feuerland erhofft sich Joyon nach Rücksprache mit seinem Wetter-Router Marcel van Triest mehr Schubkraft.

Die Kamera nimmt die Zuschauer mit unter Deck bis in die Kojen der "Idec Sport"-Crew. Die Segler berichten vom Bordleben

Auf die Hoorn-Passage freut sich die Mannschaft, deren Mitglieder die berüchtigste Landmarke insgesamt schon mehr als 15-mal passiert haben, aus vielen Gründen. "Es ist immer ein großer Moment. Und unsere Rennstrategie wird sich in dem Moment ändern. Wir werden von dem bisherigen, manchmal fast als Überlebens-Modus zu bezeichnenden Stil auf angenehmeres und normaleres Segeln umschalten", sagte Joyon am Dienstag. Für den "Idec Sport"-Skipper wird es die fünfte Hoorn-Passage sein.

Tatjana Pokorny am 10.01.2017

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