Rolex Fastnet Race

Herrmann und Casiraghi erkämpfen Podiumsplatz

Starke Leistung von Boris Herrmann und seinem Co-Piloten Pierre Casiraghi: Trotz der Amwind-Nachteile der neuen Foiler raste das Duo im Schlussspurt auf Platz 3

Tatjana Pokorny am 09.08.2017
Malizia
Riou
Malizia

Hochzufrieden mit dem Fastnet-Einsatz: "Malizia"-Skipper Boris Herrmann

Anfangs hatte es für Boris Herrmann und Pierre Casiraghi gar nicht so gut ausgesehen. Mit ihrem Imoca "Malizia" hatten sie wie so viele andere Boote der jüngsten Foiling-Generation zum Fastnet-Auftakt Probleme mit dem hohen Amwind-Anteil des Kurses in Richtung Fastnet-Felsen. Doch auf dem Rückweg nach Plymouth lief es besser. Mit eindrucksvollem Endspurt segelte das deutsch-monegassische Duo sogar noch aufs Podium.

"Es begann mit einer sehr langen Kreuz", berichtete Boris Herrmann YACHT online am Mittwochmorgen, "das geht für die neuen Foiler einfach nicht so gut. Siehe ja auch 'Hugo Boss', die sich so schwer getan hat. Doch raumschots konnten wir uns wieder nach vorn arbeiten. Pierre war vor dem Rennen nur etwa sieben, acht Stunden auf dem Boot. Er hat seine Sache super gemacht." Das Rennen bei den Imocas gewann Paul Meilhats "SMA" vor "Malizias" Schwesterschiff "St. Michel-Virbac". Mitfavorit Alex Thomson kam beim britischen Klassiker auf "Hugo Boss" im Feld der neun Boote erst als Achter ins Ziel. Die Siegerzeit der "SMA" betrug 2 Tage, 16 Stunden, 14 Minuten und 2 Sekunden. Gute eineinhalb Stunden danach hatten auch Herrmann und Casiraghi das Ziel erreicht. "Für uns war das ein guter Start in ein wichtiges Jahr", sagte Herrmann.

In der Class 40 hat sich "Stella Nova" über Nacht um einen Rang auf Platz 11 im Feld der 24 Boote vorgearbeitet. In der IRC-Gesamtwertung kämpfen die Crews auf "Outsider" und "Varuna" auf den Platzen fünf und sechs um Anschluss an die Spitzengruppe, machen weiter Druck. Derweil sind die packenden Positionskämpfe der VO65-Yachten entschieden: Charles Caudreliers Dongfeng Race Team hat sich nach einer Achterbahnfahrt durch die Ergebnisliste am Ende durchsetzen können und den Sieg mit weniger als einer Minute Vorsprung vor der spanischen "Mapfre" gesichert. Wiederum sechseinhalb Minuten später hatte Bouwe Bekkings Team Brunel die Ziellinie gekreuzt. Das packende Ringen des Top-Trios um die Podiumsplätze war mehr als ein Versprechen für ein spannendes Volvo Ocean Race 2017/18.

Die letzten Sekunden des kriminal spannenden Zieleinlaufs der VO-65-Yachten. Charles Caudreliers Dongfeng Race Team schlägt das spanische Team Mapfre mit weniger als einer Minute Vorsprung. Caudreliers erleichterter Kommentar: "Thank you guys!". Dabei herzt er auch die beiden Frauen an Bord – Carolijn Brouwer und Marie Riou

Dongfeng Race Team

Charles Caudreliers Dongfeng Race Team hat den Fastnet-Felsen gerundet. Carolijn Brouwer war mit von der Partie

Die "Line Honors" bei den Einrumpfyachten hatte sich erwartungsgemäß die Top-Favoritin "Rambler 88" gesichert. George Davids Geschoss hatte den klassischen 605-Seemeilen-Kurs in 2 Tagen, 9 Stunden, 34 Minuten und 21 Sekunden absolviert.

Hier geht es zum Tracker, den Zwischenständen und Ergebnissen.

47. Rolex Fastnet Race

"Rambler 88" sicherte sich als Favoritin die "Line Honors" bei den Einrumpfyachten souverän

Tatjana Pokorny am 09.08.2017

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online