Extreme Sailing Series

Großes Segelkino auf der Elbe: "Oman Air" gewinnt in Hamburg

Diesen Finaltag hatten sich die Teams in Hamburg verdient: Nach drei Tagen Flaute und Regen unter grauem Himmel wurde das Finale zum Fest für Fans und Segler

Tatjana Pokorny am 13.08.2017
Extreme Sailing Series 2017
LLOYD IMAGES/Extreme Sailing Series

Extreme Sailing Series 2017: Act 5 in Hamburg

Extreme Sailing Series 2017

Die Sieger von Hamburg: das Team auf "Oman Air" mit Skipper Phil Robertson (Mitte)

Das Team der Stunde in der Extreme Sailing Series heißt "Oman Air". Die Mannschaft um den neuseeländischen Matchrace-Weltmeister Phil Robertson gewann Act 5 in Hamburg und übernahm damit vor den noch ausstehenden drei Regatten auch die Führung in der Gesamtwertung. Weichen musste das SAP Extreme Sailing Team aus Dänemark, das "Oman Air" sowohl auf der Elbe als auch im Zwischenklassement überholte und vorerst auf Platz zwei verwies. Rund 18.000 Zuschauer verfolgten am Sonntag die packenden Rennen der rasenden Katamarane in der HafenCity und sahen sieben spannende Wettfahrten.

Das war spannend! In der Hamburger HafenCity ging es bei Act 5 der Extreme Sailing Series auf der Elbe zur Sache. Der kleine Kurs vor großer Kulisse sorgte für spektakuläre Szenen und begeisterte rund 18.000 Zuschauer. Hier noch einmal die Wiederholung der Live-Übertragung zum Genießen

Im doppelt gewerteten Finale konnten sich die Dänen um Steuermann Adam Minoprio und die Co-Skipper Jes Gram-Hansen und Rasmus Køstner zwar noch einmal durchsetzen, doch es reichte nicht mehr, um das Blatt noch einmal zu ihren Gunsten zu wenden. So kannte die Freude an Bord des GC32-Katamarans "Oman Air" nach dem letzten Zieleinlauf keine Grenzen. Die fünfköpfige Crew um Skipper Phil Robertson lag sich in den Armen, hüpfte im Gleichtakt auf dem Trampolin ihres Zehn-Meter-Boots auf und ab und jubelte über drei Punkte Vorsprung sowie den Triumph in der Hansestadt. Steuermann Phil Robertson, Pete Greenhalgh, Ed Smyth, James Wierzbowski und Vorschiffsmann Nasser Al Mashari aus dem Sultanat vom Oman führen die Saisonwertung nun punktgleich mit den Dänen an, die sich noch lange nicht geschlagen geben.

Extreme Sailing Series 2017

Die Teams lieferten sich auf ihren GC32-Katamaranen kriminal spannende Positionskämpfe. Raum für Fehler boten weder der enge Kurs noch die starken Gegner

Den dritten Platz auf dem Podium erkämpfte sich das Red Bull Sailing Team aus Österreich mit Skipper und Doppel-Olympiasieger Roman Hagara vor dem punktgleichen NZ Extreme Sailing Team (Neuseeland) und dem Sir-Ben-Ainslie-Nachwuchs von der britischen Land Rover BAR Academy. Einen schwarzen Tag erwischte das Schweizer Team Alinghi. Die sonst so erfolgreichen Eidgenossen wurden nur Sechste. Dadurch rutschte das Team des zweimaligen America’s-Cup-Gewinners Ernesto Bertarelli in der Saisonwertung vier Punkte hinter "Oman Air" auf den dritten Rang zurück. Das internationale und sehr kurzfristig formierte Team Extreme mit dem Kieler Linov Scheel als Wildcard-Teilnehmer an Bord hatte nach nur einem Tag Vorbereitung keine Chance und beendete die Serie mit der roten Laterne des Schlusslichts im Heck.

Die nächste Station der Extreme Sailing Series markiert in zwei Wochen Cardiff in Wales. Nach einer Pause wird der Grand-Prix-Zirkus im November im kalifornischen San Diego/USA fortgesetzt, bevor wenige Wochen vor Weihnachten die Entscheidung erstmals im Revier vor Los Cabos in Mexiko fällt.

Hier geht es zu den Ergebnissen

Extreme Sailing Series 2017

Tschüß aus Hamburg! Die Extreme Sailing Series wird in zwei Wochen in Cardiff (Wales) fortgesetzt

Tatjana Pokorny am 13.08.2017

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