Helga Cup

Großes Melde-Echo auf den neuen Cup

Es scheint, als habe die weibliche deutsche Segelszene auf diese Idee nur gewartet: Schon 41 Crews haben für den Helga Cup am ersten Juni-Wochenende gemeldet

Tatjana Pokorny am 08.10.2017
Helga Cup
Sven Jürgensen / NRV

Die Idee ist neu, das Echo riesig: 2018 soll erstmals eine deutsche Kielboot-Meisterschaft für Seglerinnen stattfinden. Initiator und Organisator Sven Jürgensen und der Norddeutsche Regatta Verein als Gastgeber zeichnen verantwortlich für das neue Format, das in der Segelszene so viel Resonanz auslöst. Seit Bekanntgabe der Pläne haben bereits 41 Mannschaften für den Helga Cup gemeldet. Ob so viele oder gar noch mehr teilnehmen können, wollen die Veranstalter prüfen. "Je nach Format und Planung könnten wir wohl zwischen 37 und 45 Crews aufnehmen. Wir werden in jedem Fall mehr als die ursprünglich geplanten 21 Crews annehmen, um der unglaublichen Begeisterung den Weg aufs Wasser zu bahnen", sagt Sven Jürgensen. 

Helga Cup

Der Helga Cup ruft, und Seglerinnen aus ganz Deutschland haben gemeldet

Als Bootspartner konnte Seascape in Kooperation mit Oleu gewonnen werden. Für den Helga Cup werden sechs neue Seascape 24 mit Oleu-Segeln zur Verfügung stehen. Darüber hinaus stellt Oleu die ganze Saison über zwei Seascapes 24 als Trainingsboote mit Station in Heiligenhafen bereit. Die Partnerschaft ist langfristig und Regatta-übergreifend angelegt, denn der Helga Cup soll zur Institution heranwachsen. Auch andere Regatten wie beispielsweise der Media Cup könnten von dem Joint Venture profitieren. Gesegelt wird der Helga Cup 2018 dann mit zwei Flotten: Seascape 24 und J 70.

Helga Cup

Ermitteln im Juni 2018 ihre eigenen Meisterinnen: die deutschen Seglerinnen auf Kurs Helga Cup

Wer sich für den Helga Cup interessiert oder jetzt schon Fan ist, der kann sich den 26. Januar vormerken: Auf der boot in Düsseldorf werden Oleu und Seascape einen Helga-Cup-Tag und eine Standparty veranstalten. Tagsüber wird ein garantierter Startplatz für die Einhand-Kultregatta Silverrudder verlost, die Solosegler einmal rund Fünen führt. Mit dem Glückslos verbunden ist eine gestellte Seascape 24 – reserviert nur für eine glückliche Seglerin.

Der prominent besetzte Beirat für den Helga Cup mit Annette Bruhns ("Spiegel"), Christine Bauer ("Tagesschau"), Birte Lindlahr ("Beef"), Lina Nagel (DSV), Kirsten Harmstorf-Schönwitz ("Tutima"), Anke Scheunemann ("Hotquito"), Silke Basedow (Bundesliga-Team HSC), Anika Pohlenz sowie Claudia Langenhan (beide NRV) wurde um Sportdirektorin Nadine Stegenwalner und Martina Nebelung vom Deutschen Segler-Verband erweitert. Der Verband engagiert sich intensiv für die neue Meisterschaft. Nadine Stegenwalner sagte: "Der Helga Cup ist eine tolle Idee! Man darf das Melde-Echo sicher so interpretieren, dass die Zeit überfällig war. Der Helga Cup bietet Seglerinnen aus unterschiedlichen Segel-Disziplinen die Möglichkeit zum Zusammenkommen, sich besser kennenzulernen, Netzwerke zu pflegen und auszubauen, voneinander zu lernen und dabei auf dem Wasser in hochkarätigen Wettfahrten gegeneinander anzutreten. Wir freuen uns, dass wir die Entstehung und Entwicklung begleiten können."

Helga Cup

Unter sich erfolgreich: Immer mehr Frauen nehmen an Regatten teil

Der Verband wird drei Teams ins Rennen schicken: jeweils eine Crew mit Jugendlichen, Rookies und Kaderseglerinnen. Neben bundesweit bekannten Frauen-Teams wie "Tutima" und "Hotquito" haben namhafte Seglerinnen aus Vereinen in ganz Deutschland, aber auch Lokalmatadorinnen gemeldet.

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Tatjana Pokorny am 08.10.2017

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