Extreme Sailing Series

Glück im Unglück: keine Verletzten nach Foiling-Kollision

Beim Auftakt-Akt vor Maskat sind die Teams NZ Extreme Sailing und Red Bull Sailing so heftig kollidiert, dass sie den Regattatag nicht beenden konnten

Tatjana Pokorny am 16.03.2018
Extreme Sailing Series 2018
Lloyd Images / Extreme Sailing Series

Akt 1 vor Maskat, Tag 3: Um 15.32 Uhr Ortszeit kam es am Freitag zur Kollision zwischen dem NZ Extreme Sailing Team und dem Red Bull Sailing Team

Das hätte auch schlimmer ausgehen können, doch bei ihrer Kollision vor Maskat kamen das NZ Extreme Sailing Team und das Red Bull Sailing Team ohne Verletzte davon. Beide Boote waren nach dem Crash im vierten Rennen des Tages am Freitag allerdings so stark beschädigt, dass die Mannschaften für den Rest des Tages die Segel streichen mussten. Das dominierende Schweizer Team Alinghi konnte zeitgleich seine Führung ausbauen und startet als starker Spitzenreiter in den Finaltag.

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Fordernde Segel-Bedingungen für die Crews auf den GC32-Katamaranen vor Maskat

Die beiden an der Kollision beteiligten Mannschaften waren für die Saison neu formiert worden und werden diesen dritten Tag der ersten Regatta des Jahres so schnell nicht vergessen. Der Crash ereignete sich während eines heiß umkämpften Duells im vierten Rennen des Tages an der Leemarke. Zwar blieben die Segler dabei unverletzt, doch an eine weitere Teilnahme war am Freitag nicht mehr zu denken. Bei beiden Booten wurden die Ruder so stark beschädigt, dass sie über Nacht in einem Kraftakt repariert werden müssen.

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Bei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 Knoten hat das Team Oman Air hier alle Hände voll zu tun

Entsprechend enttäuscht reagierte Red-Bull-Steuermann Chris Draper aus Großbritannien: "Aus unserer Sicht ist das extrem frustrierend. Wir haben heftige Nachtschicht vor uns, um morgen wieder aufs Wasser zu können. Es ist frustrierend, dass wir diese Punkte aus der Hand geben müssen, die uns später in der Serie noch teuer zu stehen kommen könnten. Wir werden also morgen zurückkehren und so hart kämpfen wie wir können." Auch Red-Bull-Skipper Roman Hagara räumte ein: "Es war nicht gerade der beste Start in die Saison. Zum Glück wurde niemand verletzt."

In Folge einer Jury-Anhörung war das Red Bull Sailing Team am späten Nachmittag disqualifiziert worden, weil es dem NZ Extreme Sailing Team nicht genügend Raum gegeben hatte, um auf seinem Kurs die Marke zu runden. Während sein Team eifrig mit den Reparaturarbeiten beschäftigt war, ließ der olympische Nacra17-Silbermedaillengewinner und Skipper Jason Waterhouse aus Australien die Kollision aus seiner Sicht Revue passieren: "Wenn du an die Extreme Sailing Series denkst, dann denkst du an Action und viel Wind. Deswegen kommst Du in den Oman – für diese wunderbare Seebrise, die Kulisse an Land und diese engen Rennen. Heute ging es ein bisschen zu eng zu. Aber das macht es ja eben so aufregend und spannend zum Zuschauen." In frischen Winden und Sonnenschein "flogen" die foilenden Katamarane vom Typ GC32 mit Top-Geschwindigkeiten von bis zu 30 Knoten über den Kurs.

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In frischen Winden lieferten sich die Teams vor Maskat packende Duelle

Das NZ Extreme Sailing Team erhielt für die Rennen 14 bis 18 jeweils den Durchschnittswert der bis dahin gesegelten Rennen aufs Punktekonto überwiesen und wird am Samstag ebenso wieder im Einsatz sein wie das Red Bull Sailing Team. Als Spitzenreiter startet Ernesto Bertarellis Schweizer Team Alinghi (194 Punkte) in den Finaltag. Bestes Team am Samstag aber war das im Zwischenklassement zweitplatzierte SAP Extreme Sailing Team (184 Punkte), das alle vier Wettfahrten des Tages gewinnen konnte. Steuermann Adam Minoprio, ehemaliger Matchrace-Weltmeister aus Neuseeland, sagte: "Heute war es einfach großartig. Wir sind im Allgemeinen stolz auf unsere Manöver in viel Wind und hoffen, dass er bleibt. Das würde den Finaltag sehr aufregend machen." Das unterstreicht auch der Blick auf die Zwischenergebnisse: Nur vier Punkte hinter dem SAP Extreme Sailing Team liegt das Team Oman Air mit dem deutschen Fans vom Match Race Germany gut bekannten Matchrace-Weltmeister Phil Robertson aus Neuseeland auf Platz drei vor dem Nachwuchs-Team der Land Rover BAR Academy.

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Aktuell wieder einmal das Maß der Dinge: Ernesto Bertarellis Team Alinghi

Tatjana Pokorny am 16.03.2018

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