MOD 70

Es "müllert" bei Oman Sail

Deutschlands Parade-Ozeansegler Michael Müller hat beim Team des Sultanats unterschrieben. Sein erster Auftritt ist in Kiel ab dem 29. 8.

Dieter Loibner am 15.08.2012
MOD 70 Europatour 2012

Michael Müllers neuer Arbeitsplatz hat drei Rümpfe und jede Menge Speed

Herr Müller kann das Brettern einfach nicht lassen. Nach dem 3. Platz beim Volvo Ocean Race mit Puma hat der gebürtige Kieler nun bei Oman Sail angeheuert, um auf drei Rümpfen sein Glück zu versuchen. Er wird auf dem Multi-One-Design-Trimaran des Sultanats bei den Inshore-Rennen der kommenden Europa-Tour mitmachen. Müllers erster Auftritt ist ein Heimspiel, in Kiel am 31. August.

„Besondere Freude macht mir das Inport-Racing“, ließ der in Kiel geborene Müller über den Pressedienst ausrichten, „und ich arbeite gern am Perfektionieren der Manöver, der Entwicklung von Systemen und am Experimentieren mit neuen Wegen, Dinge zu erledigen. Die Crew macht schon große Lernfortschritte, sie hatten einige Probleme bei der Transatlantik-Überquerung nach dem Foil-Schaden, aber das sind alles Teile des Lernprozesses.“ Das Segelteam besteht außerdem noch aus drei Omanis, drei Franzosen und dem Briten Brian Thompson, der auch Mitglied der Crew von „Banque Populaire V” war, als der Riesentrimaran letzten Winter bei der Jules Verne Trophy einen neuen Rekord für Nonstop-Weltumsegelungen aufstellte. 

„Musandam“, der blauweiße Renner, der nach der zerklüfteten Halbinsel benannt ist, die von der Nordküste Omans in die Straße von Hormus reicht, wird vom routinierten Franzosen Sidney Gavignet befehligt. Beim unlängst abgehaltenen Krys Ocean Race von New York nach Brest gab es mit dem vierten Platz eine Enttäuschung, aber der von Müller angesprochene Defekt und die relativ steile Lernkurve der Crew spielten dabei eine große Rolle. 

MOD70-Europatour 2012

Michael Müller

Gavignet kennt Müller von der gemeinsamen Zeit bei der ersten Puma-Kampagne beim Volvo Ocean Race 2007/08 und glaubt, der Deutsche werde für sein Team eine „wertvolle Ergänzung” sein. Neben den beiden VOR-Teilnahmen mit den Volvo Open 70 von Puma weist Müllers Segel-Vita seine reichhaltigen Erfahrungen auf Einrüpfern aus, von den Kielbooten, die er in jungen Jahren auf der Förde segelte, über IMS-Yachten, International America's Cup Class Slups bis zu den TP52s beim MedCup. Ob und wie ihm diese Routine bei den schnellen MOD70-Trimaranen nützt, wird sich also bald zeigen.

Der MOD-Zirkus gastiert nach dem Gastspiel in Kiel noch in Dublin (Irland), Cascais (Portugal), Marseille (Frankreich) und in Genua (Italien).

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Dieter Loibner am 15.08.2012

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