Transatlantik

Die Mutter aller Transat-Rennen

26.01.2016 Tatjana Pokorny, Fotos: The Transat, Alexis Courcoux / Transat Jacques Vabre - In 97 Tagen startet mit "The Transat" das älteste Solorennen über den Atlantik. Für Anna-Maria Renken ist es auf "Nivea" die Solo-Premiere

The Transat 2016
Fotograf: © The Transat

Gestartet wird das Transat 2016 vor Plymouth

Die Starterliste der 22 Steuermänner und zwei Skipperinnen liest sich wie ein "Who’s Who" der französischen Einhandszene mit internationaler Verstärkung. Vendée-Triumphator François Gabart ist ebenso dabei wie Rekordjäger Loïck Peyron. Der Kurs führt die wagemutigen Solisten und ihre fliegenden Geschosse über 3500 Seemeilen erstmals seit acht Jahren wieder von Plymouth nach New York. Die Gewinner werden in den vier Klassen Ultimes, Imoca 60, Multi 50 und Class40 ermittelt. Der Startschuss fällt am 2. Mai. Geworben wird mit dem Slogan: "Das Transat – auf die harte Weise nach New York."

Eis, Nebel und Schiffsverkehr zählen zu den Hürden, die von den Teilnehmern bei ihrer Hatz über den Atlantik genommen werden müssen. Benötigten die Hochseehelden vor 55 Jahren noch etwa 40 Tage für die Strecke, so schaffen das die modernen Seehelden heute in etwa acht Tagen.

The Transat 2016
Fotograf: © The Transat

Zielhafen ist 2016 zum ersten Mal seit 1960 wieder New York. Zwischenzeitlich ging es zwischen 1964 und 2000 nach Newport, danach zweimal nach Boston

1960 führte das Transat schon einmal von Plymouth nach New York, damals noch als "Ostar" (Observer Single-handed Trans-Atlantic Race). Berühmte Segler wie Sir Francis Chichester und Blondie Hasler waren dabei. Chichester erreichte New York nach 40 Tagen, 12 Stunden und 30 Minuten auf See. Jean Lacome kam nach 74 Tagen als Letzter ins Ziel. Anschließend ging es zwischen 1964 und 2000 von Plymouth nach Newport (Rhode Island), bevor in den Jahren 2004 und 2008 von Plymouth nach Boston gesegelt wurde. In diesem Jahr kehrt die Flotte auf die alte Route nach New York zurück. Acht Jahre nach der letzten Transat-Auflage geht es für Frankreichs Solo-Elite und eine Handvoll internationaler Herausforderer zur Sache.

http://www.thetransat.com/news/view/discover-the-teaser-of-the-race
Wie alles begann und wohin die Reise bis heute führte: Das Transat im Wandel der Zeit
Das neue Team: Anna-Maria Renken und Janika Jesih
Fotograf: © Alexis Courcoux / Transat Jacques Vabre

Anna-Maria Renken

Die beiden einzigen teilnehmenden Skipperinnen sind die erfahrene Französin und Cambridge-Absolventin Miranda Merron und die Hamburger Juristin Anna-Maria Renken mit der Class40 "Nivea". Für Renken, die vor allem vor den "großen psychologischen Herausforderungen" des Transats Respekt hat, ist es die ersehnte Einhand-Premiere. Sie sagte: "Ich weiß nicht, ob ich ein gutes Resultat erreichen kann. Das wird kompliziert, ist aber auch nicht unmöglich."

The Transat 2016
Fotograf: © The Transat

Der Kurs führt die Teilnehmer von Plymouth über 3500 Seemeilen nach New York

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