Rund um den Bodensee

Die Multihulls machen das Rennen

Am Wochenende fand am Bodensee die 66. Rund-Um-Regatta statt. Die ersten Katamarane gingen bereits nach etwa sechs Stunden ins Ziel

Ricarda Richter am 06.06.2016
Die Mannschaft der "Orange Utan" bei der Siegerehrung

Die Mannschaft der "Orange Utan" bei der Siegerehrung, ganz rechts Ralph Schatz

Die traditionelle Nachtregatta Rund Um wurde auch dieses Jahr von den Katamaranen dominiert. Am Freitagabend um 19.30 Uhr startete das imposante Feld von 323 Booten in Lindau bei 3 bis 4 Beaufort aus Südsüdwest. Die Mehrrumpfboote konnten sich bei den für sie günstigen Bedingungen schnell vom Rest des Feldes absetzen. Um Mitternacht war die Spitzengruppe über Romanshorn und Konstanz bereits im Überlinger See angekommen, wo sie durch einen kurzzeitigen Winddreher auf Nordost aus einer Gewitterzelle profitierte.

Auf der Höhe von Wasserburg zog das Team von Ralph Schatz auf dem Katamaran "Orange Utan" (LSC) an der "Safram", die lange führte, vorbei und ging am Samstagmorgen um 1.36 Uhr mit einer gesegelten Zeit von 6 Stunden, 6 Minuten und 3 Sekunden als Sieger des Großen Blauen Bandes durchs Ziel vor dem Lindauer Segler-Club. Bereits letztes Jahr hatte sich Schatz auf dem Podium platzieren können und mit seinem SL33-Katamaran den dritten Platz geholt. Zweiter wurde dieses Mal die Schweizer Crew von Rodolphe Gautier mit der "Safram" der Société Nautique de Genève, gefolgt vom "Team Sonnenkönig" mit Steuermann Stefan Stäheli aus Romanshorn, der "Holy Smoke" von Albert Schiess aus Arbon und dem Katamaran "Immoset" von Kai Näf aus Romanshorn. Vier Schweizer Multihulls platzierten sich damit in der Spitzengruppe.

Gewinner des Kleinen Blauen Bandes wurde Dr. Karl Cernovsky aus Langenargen mit seinem Boot "Grace". Die Königsklasse der klassischen Schiffe, die Wertung der 8-mR-Yachten, gewann die junge Steuerfrau Marie-Therese Bach vom Lindauer Segler-Club mit einer reinen Damencrew.

Nur 289 Boote gingen letztendlich ins Ziel. Auf dem Katamaran "itelligence" von Helge Sach, der vergangenes Jahr zweiter geworden war, war bereits kurz nach Start das Vorstag gerissen. Später traf es auch die "Skinfit" von Fritz Trippolt. Zwei der Favoriten des Rennens hatten somit vorzeitig aufgeben müssen.
Die vorhergesagten leichteren Südwestwinde, teils auffrischend und teils von Regen begleitet, brachten das Gros der teilnehmenden Boote in den Mittagsstunden des Samstags nach Lindau zurück.

Eine ausführliche Reportage über die Regatta finden Sie in einer der nächsten YACHT-Ausgaben.

Ricarda Richter am 06.06.2016

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