Clipper Race

Deutscher Skipper startet beim Race 2017/18

Chris Kobusch aus Herford ist einer der zwölf Skipper, wenn im August der Startschuss zum Clipper Race fällt: "Das hätte ich mir nie träumen lassen!"

Tatjana Pokorny am 16.03.2017
Clipper Race 2017/2018
Clipper Race

Chris Kobusch ist einer von 12 Skippern im Clipper Race 2017/2018

Zum zweiten Mal in der 20-jährigen Geschichte des Clipper Round the World Yacht Race startet ein deutscher Skipper in die Weltumsegelung über rund 40.000 Seemeilen: Chris Kobusch erfüllt sich mit dem Einsatz einen Lebenstraum. Der 32-Jährige aus Herford in Nordrhein-Westfalen ist zu einem von zwölf Skippern ernannt worden, die ab August dieses Jahres Amateur-Crews um die Welt führen.

Clipper Race 2017/2018

Entschlossen und begeistert von den großen Surfs im Südpolarmeer: Clipper-Skipper Chris Kobusch

Aktuell trainieren die Skipper und ihre künftigen Mitsegler in England für das Rennen ihres Lebens. Ein Buch von Sir Robin Knox-Johnston hatte Kobusch zu Beginn seiner Segelaktivitäten für das Rennen begeistert: "Es hat mich inspiriert und mich veranlasst, online mehr über ihn und seine Reisen zu erfahren. Darüber bin ich dann auf das Clipper-Rennen gestoßen, das ich sehr beeindruckend fand. Ich hätte mir allerdings nie träumen lassen, es selbst einmal als Skipper zu segeln."

Clipper Race 2017/2018

Ein Teambild der Crew um Chris Kobusch aus dem Training in England

Clipper Race 2017/2018

Startet als Skipper mit 70.000 Seemeilen ins Clipper Race: Chris Kobusch

Kobusch hatte während seines Zivildienstes in Kapstadt mit dem Segeln begonnen und schnell seine Liebe zum Meer entdeckt. 2009 kam er erneut nach Südafrika, um seine RYA-Yachtmaster-Lizenz zu erwerben und als Segler intensiv durchzustarten. Inzwischen hat er mehr als 70.000 Seemeilen absolviert, weltweit gesegelt und gearbeitet und dabei schon einige Clipper-Etappen und Häfen in Südafrika, China, England und Australien kennengelernt. Während seiner Zeit als Segellehrer im Clipper-Schulungszentrum in Sydney 2015 nahm er als Navigator am Rolex Sydney Hobart Race teil. Worauf sich der Deutsche am meisten freut? "Unter Spinnaker große Wellen zu surfen macht mir beim Segeln den größten Spaß. Daher werde ich wahrscheinlich auf der dritten Etappe von Südafrika nach Australien, die uns ins Südpolarmeer führt, das breiteste Grinsen im Gesicht haben!"

Das Clipper Race gilt als größte Herausforderung für ambitionierte Segel-Amateure. Nur die Skipper sind Profis, ihre Mitsegler zahlen für jede Etappe, an der sie teilnehmen. Das können eine, mehrere oder alle Abschnitte der Regatta sein. Viele Amateure starten mit nur einigen Wochen Segelvorbereitung in das Abenteuer ihres Lebens. Darunter sollen bei der kommenden Auflage auch etwa 20 deutsche Segler und Seglerinnen sein. Das Rennen birgt aber auch Gefahren: Bei der vergangenen Auflage waren zwei Teilnehmer ums Leben gekommen.

Zur Auswahl der Skipper sagt Regatta-Gründervater Sir Robin Knox-Johnston: "Die Rolle des Skippers ist eine der härtesten, aber auch dankbarsten und interessantesten Jobs, die im Segel-Business existieren. Die Skipper müssen nicht nur hochqualifizierte und fähige Segler sein, um die ständigen Herausforderungen einer Weltumsegelung zu meistern. Sie müssen zudem auch noch ausgezeichnete Lehr- und Führungsqualitäten mitbringen. Ich wünsche Chris und seinem Team alles Gute für ihre Clipper-Kampagne." Das Rennen dauert elf Monate und führt seine Teilnehmer in 14 Häfen auf sechs Kontinenten, bevor das Team mit der höchsten Gesamtpunktzahl die Clipper-Trophäe gewinnt.

Tatjana Pokorny am 16.03.2017

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online