RORC Carribbean 600

"Comanche" verpasst Karibik-Rekord

Wale in Sicht, rauchende Vulkane, Traumrevier: Das RORC Caribbean 600 hat wieder gehalten, was es mit seinen Postkarten-Motiven verspricht

Tatjana Pokorny am 25.02.2016
RORC Caribbean 600 2016

Dieter Schöns "Momo", gerade zu Deutschlands bester Hochseeyacht gekürt, erkämpft im 600-Seemeilen-Karibik-Klassiker Klassenplatz zwei

33 Minuten fehlten der Crew von US-Skipper Ken Read beim Zieldurchgang im RORC Caribbean 600 zum neuen Streckenrekord. Doch nach 40 Stunden, 53 Minuten und 2 Sekunden hatte sich der rasante 100-Fußer "Comanche" von Jim Clark und seiner Frau Kristy Hinze Clark als erste Einrumpfyacht im Ziel immerhin die "Line Honors" im Karibik-Klassiker gesichert, der seine prominenten Teilnehmer von Antigua über 600 Seemeilen durch die Traumreviere der benachbarten Inselwelt und zurück führt.

Comanche im Rolex Sydney Hobart Race

"Line Honors" ja, neuer Rekord nein: "Comanche" war stark, doch die Winde nicht auf ihrer Seite. Skipper Ken Read beendet das Rennen mit einem weinenden und einem lachenden Auge

Ken Read sagte: "'Comanche' wurde gebaut, um als Erste ins Ziel zu kommen. Wenn Mutter Natur kooperiert, dann haben wir auch das Potenzial, Rekorde zu brechen." Weil der Wind auf dem Abschnitt von St. Marten nach Guadeloupe aber aus Südost gekommen war, wurde für die Crew eine lange Kreuz daraus, die den Griff nach einem neuen Rekord vereitelte. Dennoch konnte sich Ken Read über das Resultat und die Erlebnisse freuen: "Es ist einfach wunderbar, im Revier dieser Inseln zu segeln, wo du Wale auftauchen und Vulkane rauchen siehst. Viel besser geht es nicht. Wir werden wiederkommen, das verspreche ich. Es ist ein großartiges Rennen."

Macht Lust auf Meer: Das Auftakt-Video zum Karibik-Klassiker zeigt, wo Regattasegeln mal so richtig Spaß macht.

Besser war es zuvor in Sachen Rekordjagd bei den Mehrrumpfern gelaufen. Lloyd Thornburgs MOD70 "Phadeo3" mit Co-Skipper Brian Thompson gelang, was der "Comanche"-Crew versagt blieb: Der Trimaran erreichte nicht nur die Ziellinie als erstes Boot, sondern verbesserte auch den selbst aufgestellten Rekord um 1 Stunde, 34 Minuten und 26 Sekunden auf die neue Bestmarke von 31 Stunden, 59 Minuten und 4 Sekunden.

RORC Caribbean 600 2016

Im Rausch zum neuen Mehrrumpf-Rekord: Lloyd Thornsburgs MOD70 "Phadeo3"

RORC Caribbean 600 2016

Die "Phadeao3"-Crew feiert den Sieg

In der IRC-Gesamtwertung lag Jens Kellinghusen "Varuna" am Donnerstagmittag auf Platz 10. Die Crew hatte den Kurs in 2 Tagen, 6 Stunden, 28 Minuten und 18 Sekunden absolviert. Das Thriller-Finale der Maxi-72-Yachten hatte zuvor George Skellaris "Proteus" mit 20 Minuten Vorsprung vor Dieter Schöns "Momo", die vor knapp einer Woche im Hamburger Rathaus zu Deutschlands bester Hochseeyacht gekürt wurde, für sich entscheiden können. Platz drei sicherte sich Sir Peter Odgens "Jethou". Die Crew der Vorjahressiegerin "Bella Mente" musste mit Kielproblemen aufgeben.

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Fotostrecke: RORC Caribbean 600 2016

Tatjana Pokorny am 25.02.2016

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