Mini 6.50 – Transgascogne

Erster Solo-Sieg für Clarisse Crémer

Die Einhand-Serienboot-Wertung gewinnt die junge Französin, bei den Protos siegt Ian Lipinski. In der Zweihand-Serienwertung holt ein deutscher Skipper den Sieg

Kristina Müller am 08.08.2017
Transgascogne 6.50
Christophe Favreau/ Transgascogne 6.50 2017

Nach einer kräftezehrenden zweiten Etappe der Mini-Regatta Transgascogne von Les Sables d’Olonne nach Avilés und zurück sind seit heute früh alle Boote wieder im Ausgangshafen an der französischen Atlantikküste angekommen.

Auch diese zweite Etappe gewann in der Zweihandwertung der deutsche Skipper Chris Lükermann mit Co-Pilot Nicolas D’Estais. D’Estais sagte im Ziel: "Die Etappe war wirklich hart, nur am Wind bis auf die letzten paar Stunden. Der Lärm im Boot ist verrückt, es schlägt und schlägt und schlägt."

Transgascogne 2017

Etappe 2: gegen den Wind von Avilés nach Les Sables d'Olonne

Der Gesamtsieg in der Einhandwertung der Serienboote geht an Clarisse Crémer, Seamaster 2017 der boot Düsseldorf und des Delius Klasing Verlags. Zwar gingt die Siegerin der ersten Etappe diesmal hinter ihrem Trainingspartner und gleichzeitigen Konkurrenten Erwann le Draoulec ins Ziel – gemeinsam mit ihm hatte sie das Mini-Fastnet im Juni gewonnen –, der Gesamtsieg geht dennoch an die 27-jährige Newcomerin im Feld: Es ist ihr erster Solo-Sieg in einer Mini-Regatta. 

"Es ist schwer, das zu realisieren, weil die letzten drei Tage echt hart waren. Glücklicherweise hatte ich eine  Stunde Vorsprung (auf Erwann Le Draoulec, d. Red.) aus der ersten Etappe, sodass es für diesen Gesamtsieg reichte."

In der Einhand-Wertung der Prototypen überquerte Ian Lipinski als Erster die Ziellinie, nach zwei Tagen und rund dreieinhalb Stunden und damit rund drei Stunden vor seinen Verfolgern Kéni Piperol und Simon Koster.

Transgascogne 2017

Ian Lipinski auf seinem Proto

"Zwischenzeitlich, als ich mich vom Feld entfernt hatte und der Wind anders als vorhergesagt nach links gedreht hat, habe ich gedacht, das war’s mit diesem Etappensieg. Dann war ich doch noch als Erster im Ziel – das war super", sagte Lipinski, der beim Minitransat im Oktober als Favorit im Prototyp starten wird.  "Der Kurs des Transgascogne ist super. Obwohl er recht kurz ist, hat man den Eindruck, ein wenig in den Hochseerhythmus zu kommen. Es war eine super Vorbereitung – die letzte vor dem Mini-Transat", so der 36-jährige Franzose. 

Der Hamburger Oliver Tessloff kam als Sechster von 33 Solo-Startern ins Ziel und belegt nach Platz acht in der ersten Etappe Rang sieben im Gesamtklassement. Er brauchte zwei Tage, acht Stunden und 20 Minuten für die 247 Seemeilen der zweiten Etappe von Avilés in Nordspanien nach Les Sables.

Transgascogne 2017

Lina Rixgens und Sverre Reinke

Das deutsche Duo Lina Rixgens und Sverre Reinke belegt Rang 4 von zehn Startern in der Gesamtwertung, für die zweite Etappe brauchten sie zwei Tage und 13 Stunden.

Kristina Müller am 08.08.2017

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