Barcelona World Race

Nichts wie hinterher: Riechers kämpft

Noch segeln Jörg Riechers und Seb Audigane nicht wunschgemäß im Spitzentrio. Auf Höhe der Kanarischen Inseln kämpfen sie um Anschluss

Tatjana Pokorny am 06.01.2015
Positionen BWR 06-01-2015

Die Positionen der Boote am 6. Januar um 5 Uhr morgens: "Hugo Boss" (schwarzes Boot) führt. Jörg Riechers und Seb Audigane kämpfen als Fünfte (grünes Boot) um Anschluss an die Spitzengruppe. Nador Fas "Spirit of Hungary" ist nicht im Bild.

Den Rückstand, um dessen Reduzierung Jörg Riechers und Seb Audigane seit Tagen mit wechselndem Erfolg ringen, haben sie sich gleich zum Auftakt des Barcelona World Race eingefangen. Seitdem segeln der Hamburger und sein Co-Skipper auf "Renault Captur" als Fünfte dem Spitzentrio hinterher. Unermüdlich kämpft das deutsch-französische Duo um den Wiederanschluss an die führenden Boote. Mal gelingt die Verkürzung des Rückstands, dann wieder fallen sie zurück. An der Front preschen Alex Thomson und Pepe Ribes auf "Hugo Boss" auch am Morgen des 6. Januar mit Geschwindigkeiten von fast 15 Knoten voran. Ihnen immer noch dicht auf den Fersen bleiben Guillermo Altadill und José Muñoz auf "Neutrogena" mit nur 13 Seemeilen Rückstand als hartnäckigste Verfolger. Dahinter lauern Anna Corbella und Gerard Marín auf "Gaes Centros Auditivos" mit 21 Seemeilen Rückstand und Bernard Stamm mit Jean Le Cam auf "Cheminées Poujoulat" und 43 Seemeilen Rückstand auf ihre Chance.

"Die ersten 72 Stunden waren sehr hart", berichtete Jörg Riechers für YACHT online von Bord. "In der ersten Nacht hatten wir das Problem mit dem Spifall, das uns die Taktik im Mittelmeer versaut und dann noch 130 Seemeilen Rückstand eingebrockt hat. Dann hatten wir bei Gibraltar Probleme mit den Rudern, die unversehens hochklappten. Nicht schön bei 18 Knoten Speed. Das Ganze ist vor einem Supertanker passiert. Wir kämpfen eher gegen das Boot als gegen die Konkurrenz. Dennoch sind wir trotz aller Handicaps noch in der Spitzengruppe, pushen hart und sind megaerschöpft. Wir müssen jetzt Kräfte sammeln für die Passatwinde mit bis zu 25 Knoten. Wir hatten vorgestern schon einmal 25 Knoten. Da schien das Boot schnell zu sein."

90 Seemeilen trennten Riechers' "Renault Captur" am Dienstagmorgen von "Hugo Boss". Deren Team hatte sich auf Höhe der Kanarischen Inseln für einen küstennahen Kurs zwischen Festland und den Inseln Lanzarote und Fuerteventura hindurch entschieden. Die vier nächsten Verfolger inklusive "Renault Captur" dagegen scheinen einen Kurs zwischen Lanzarote und Fuerteventura auf der einen und Gran Canaria auf der anderen Seite zu wählen, während "One Planet, One Ocean/Pharmaton" mit Aleix Gelabert und Dídac Costa hinaus auf den Atlantik strebt. Die Garcia-Brüder segeln auf "We Are Water" mit respektvollem Abstand von 200 Seemeilen erst auf die Inselgruppe der Kanaren zu. Nador Fa und Conrad Colman auf "Spirit of Hungary" schließlich haben gerade erst die Straße von Gibraltar passiert und sich bereits mehr als 500 Seemeilen auf "Hugo Boss" eingefangen.

Tatjana Pokorny am 06.01.2015

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