Barcelona World Race

Mastbruch: "Hugo Boss" aus dem Rennen!

Schock für Alex Thomson und Pepe Ribes: Der Mast der "Hugo Boss" ist gebrochen. Die Männer sind unverletzt, doch ihr Traum vom Sieg geplatzt

Tatjana Pokorny am 15.01.2015
"Hugo Boss" hier im Training

"Hugo Boss" – hier im Training zum Barcelona World Race – kann das Rennen 2014/2015 nach dem Mastbruch nicht fortsetzen

Schock für Alex Thomson und Pepe Ribes auf "Hugo Boss": Am 15. Tag nach ihrem Start ins Barcelona World Race 2014/2015 ist der Mast ihrer Imoca-Yacht gebrochen. Das Unglück ereignete sich am Mittwochabend um 22.02 Uhr deutscher Zeit, als das Boot in moderaten Winden raumschots im Südatlantik segelte. Nach ersten Berichten von Bord gab es einen Bruch der Verstagung, in dessen Folge der Mast umkippte und dann brach.

"Hugo Boss" hier im Training

"Hugo Boss" war als Top-Favoritin in das Rennen gestartet, bevor das bittere Aus wie ein Schock über die Mannschaft kam

Für den 40-jährigen Engländer Alex Thomson und seinen 43-jährigen spanischen Co-Skipper Pepe Ribes bedeutet der Mastbruch das Ende ihrer Siegträume. Die pfeilschnelle Top-Favoritin "Hugo Boss" hatte das Rennen erwartungsgemäß angeführt, als das Rigg am Abend des 14. Januar brach. Die beiden Skipper und ihre Landmannschaft beraten sich derzeit, welchen Hafen "Hugo Boss" anlaufen kann. Im Visier haben sie Salvador de Bahia, obwohl der brasilianische Hafen noch weit entfernt liegt.

Thomson und Ribes im Barcelona World Race 2014/2015

Aus der Traum von Thomson und Ribes: "Hugo Boss" muss im Barcelona World Race 2014/2015 nach dem Mastbruch aufgeben

Stuart Hosford, Geschäftsführer von Alex Thomson Racing, sagte in der Nacht: "Nach einem so vielversprechenden Start in das Barcelona World Race 2014/2015 kam das hier wie ein riesiger Schock. Wir haben uns mehr als ein Jahr lang auf dieses Rennen vorbereitet. Doch unglücklicherweise passieren solche Havarien im Hochseesegeln manchmal. Im Moment wünsche ich mir einfach nur die Segler in Sicherheit. Ich möchte, dass alle wissen, wie unglücklich sie und das Team nach diesen Ereignissen sind. Und ich möchte unserem Team und den Partnern für ihre Unterstützung danken. Alex und Pepe haben in diesem Rennen einen super Job gemacht. Ich habe mit beiden gesprochen: Sie sind am Boden zerstört, dass der Mastbruch ihr Rennen beendet hat."

Für Thomson ist es nicht der erste schwere Rückschlag seiner Karriere. 2006 hatte er im Velux-5-Oceans-Rennen mit Strukturfehlern im Rumpf aufgeben müssen. Damals hatte ihn sein Landsmann Mike Golding in einer spektakulären Rettungsaktion abgeborgen. Im November 2008 musste Thomson, an Position sechs liegend, bei der Vendée Globe aufgeben, nachdem seine Yacht mit einem Fischerboot kollidiert war. Im Januar 2011 gab er bei der zweiten Auflage des Barcelona World Race auf, weil bei seinem gerade zur Welt gekommenen Sohn ein Herzfehler festgestellt worden war und der Vater bei seiner Familie sein wollte. Seiner Pechsträhne wollte Thomson in diesem Barcelona World Race ein Ende setzen, doch das war dem starken Drittplatzierten der letzten Vendée Globe nicht vergönnt.

Tatjana Pokorny am 15.01.2015

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