America's Cup

Neue Kurse und saftige Jurygebühren

Während vielerorts Schneelage, Weihnachtsgebäck und Silvesterfeuerwerk Priorität genossen, wurden hinter den Kulissen Cup-Regeln geregelt

Dieter Loibner am 03.01.2012
America's Cup

Cup an der Bay: Nicht überall wird gesegelt werden können, deshalb wurden die Kurse eher traditionell definiert

Dass man auf der ganzen San Francisco Bay segeln kann, ist klar. Dass man aber auch überall genug Platz findet, um einen America’s Cup fair auszutragen, ist dagegen weit weniger sicher. Somit wurden vom America’s Cup Race Management vier mögliche Kursvarianten festgelegt, die zwischen 30 und 60 Minuten Segelzeit garantieren sollen. In allen vier Varianten wird raumschots gestartet und ins Ziel gesegelt. Der Unterschied ist die Anzahl der Bahnschenkel (5, 6, 8 oder 9) und die Option eines Gates in der Kursmitte, das einen Zieldurchgang nach einem halben Kreuzkurs ermöglicht, anstelle des normalen Ziels beim Leegate.  

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Eine der vier möglichen Kursvarianten

Dann wurde auch bestätigt, dass die von Emirates Team New Zealand und dem italienischen Luna-Rossa-Team als Trainingsboote verwendeten SL-33-Katamarane mit ihren 10-Metern-Rumpflänge tatsächlich regelkonform sind. Diese Entscheidung war offenbar sehr eilig, weshalb die Jury den Kiwis gleich mal 5.000 Euro in Rechnung stellte…

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SL-33-Kats beim Training

Und weiter mit Geldangelegenheiten: GreenComm, das spanische Syndikat, das vor ein paar Wochen einen Sponsorenvertrag mit der italienischen Region Lombardei angekündigt hatte, der das Budget angeblich auf etwa 54 Millionen Euro pushen soll, focht die Entscheidung der Jury an, das Team mit 73.000 Euro für die Schäden zu bestrafen, die es während der America’s World Series in Plymoiuth im August an den Schiffen der beiden Konkurrenten Artemis und Aleph verursacht hatte. Die Jury war anderer Meinung und beließ es beim Urteil. Und berechnete den Spaniern für diese Weisheit gleich 6.500 Euros.

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Übeltäter GreenComm: Müssen für verursachte Schäden aufkommen und obendrein für die Juryentscheidung blechen

Und Cup-Verteidiger Oracle Racing stellte acht Fragen, um von der Jury herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen sie mit einem anderen Team gemeinsame Sache machen dürften, ähnlich wie Team New Zealand und Luna Rossa es handhaben. Es geht um die Möglichkeit, Performance-Daten auszutauschen und sich damit bei der Entwicklung der Boote gegenseitig weiterzuhelfen, ohne die Regeln zu verletzen, die es jedem Team gestatten, „nur” zwei der monströsen AC-72-Kats zu bauen.

Dieter Loibner am 03.01.2012

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