America's Cup

36. America's Cup: Die Nationalitätenregel kommt

Wie eng das nationale Korsett sein soll, das die Cup-Teams künftig zu tragen haben, wird sich im September erweisen, wenn das neue Protokoll erscheint

Tatjana Pokorny am 19.07.2017
35. America's Cup
ACEA2017/Sander van der Borch

Emirates Team New Zealands Boss Grant Dalton und der America's Cup

Es kommt wie erwartet: Die neuen America's-Cup-Verteidiger aus Neuseeland sorgen in Kooperation mit ihrem italienischen "Challenger of Record" für ein Comeback der Nationalitätenregel. Darauf haben sich offenbar die New Zealand Yacht Squadron mit dem Emirates Team New Zealand auf der einen und der Circolo della Vela Sicilia mit der Luna Rossa Challenge auf der anderen Seite geeinigt.

35. America's Cup

Der America's Cup

Wie eng das Korsett geschnürt wird, das die Teams im 36. America's Cup zum Einsatz von Seglern aus dem eigenen Land verpflichtet, wird sich im September erweisen. Dann soll das Protokoll mit den Details zur kommenden Cup-Auflage veröffentlicht werden. Sicher ist aber jetzt schon, dass es auch eine Vorschrift geben wird, die den Bau der Cup-Yacht im Herkunftsland des Teams vorschreiben wird.

In einem Statement des Emirates Team New Zealand heißt es: "In Anerkennung der grundlegenden Bedingungen der Stiftungsurkunde (Red.: "Deed of Gift"), dass der Cup als fortlaufender Herausforderer-Cup für den freundschaftlichen Wettbewerb zwischen verschiedenen Ländern bewahrt wird, wird das Protokoll für teilnehmende Yachten ein 'Gebaut im Land'-Gebot sowie eine Nationalitätenregel für teilnehmende Crew-Mitglieder enthalten."

35. America's Cup

Will die ursprünglichen Cup-Bedingungen der Stiftungsurkunde wieder stärken und bewahren: Emirates Team New Zealands Boss Grant Dalton

Der ins Visier genommene Zeitrahmen für die dritte Cup-Schlacht in Neuseeland nach den Jahren 2000 und 2003 liegt laut Veröffentlichung der Verteidiger früh im Jahr 2021: Die Herausfordererserie und das 36. Match um den America's Cup finden damit im neuseeländischen Sommer statt. Die mit der größten Spannung erwartete Antwort auf die Frage, auf welchem Boot – foilende Einrumpfer oder eine modifizierte Version der aktuellen Katamarane – der Cup in die Zukunft segelt, bleibt vorerst offen. Viele Experten gehen aber davon aus, dass die Kiwis die technologische Arbeit der vergangenen drei Jahre nicht leichtfertig opfern und bei Zweirumpfern bleiben werden, auf denen sie ihren dritten Cup-Sieg errungen haben.

35. America's Cup

Bleiben die Katamarane, oder kommen doch Einrumpfer? Die Antwort auf diese wichtige Frage wollten die neuen Verteidiger aus Neuseeland zunächst nicht geben

Tatjana Pokorny am 19.07.2017

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