Sailing World Cup

35 Sekunden Vorsprung im Ziel: Buhl-Gala vor Miami

Vicky Jurczok und Anika Lorenz haben ihre Weltcup-Führung mit dem vierten Rennsieg in Serie souverän ausgebaut. Philipp Buhl katapultierte sich auf Platz zwei

Tatjana Pokorny am 26.01.2018
Sailing World Cup Miami
Jesus Renedo/Sailing Energy/World Sailing

Weltcup-Regatta vor Miami: Mit einem fulminanten Tagessieg und Rang 7 rückte Philipp Buhl zur Halbzeit auf Platz zwei vor

Die Halbzeit-Bilanz des Sailing Team Germany kann sich bei der Weltcup-Regatta vor Miami sehen lassen. Im 49erFX haben die Berlinerinnen Vicky Jurczok und Anika Lorenz ihre Führung vor den norwegischen Schwestern Ragna und Maia Agerup mit einem weiteren Rennsieg soverän verteidigt. Zehn Punkte Vorsprung hat sich das Team vom Verein Seglerhaus am Wannsee nach bislang sieben Wettfahrten bereits erarbeitet. Auch ihre Teamkameradinnen Tina Lutz und Susann Beucke (Chiemsee Yacht-Club/Hannoverscher Yacht-Club) rückten am dritten Tag der hochkarätig besetzten Serie mit Rang zwei auf Platz vier und damit ebenfalls in Medaillenreichweite vor.

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Blitzstart mit der Segelnummer 55: Jurczok/Lorenz auf dem Weg zum nächsten Sieg

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Flogen auch im einzigen 49erFX-Rennen am Donnerstag über den Kurs und siegten: Vicky Jurczok und Anika Lorenz verteidigten damit ihre Führung souverän

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Höchste Konzentration und Millimeterarbeit: Laser-Steuermann Philipp Buhl an einer Wendemarke

Im Feld der Laser ließ Philipp Buhl die starke Konkurrenz mit einem fulminanten Start-Ziel-Tagessieg mit 20 Sekunden Vorsprung an der ersten Marke und 35 Sekunden Vorsprung im Ziel eine gesamte Wettfahrt nur sein Heck sehen. "Es war anstrengend, aber der Sieg hat Spaß gemacht", sagte der 28-jährige Sonthofener vom Segelclub Alpsee-Immenstadt, der im zweiten Rennen des Tages Rang sieben erkämpfte, sich insgesamt um vier Plätze verbesserte und als Zweiter hinter Olympiasieger Tom Burton aus Australien und vor Doppel-Weltmeister Nick Thompson aus Großbritannien in die nächsten Rennen startet. Auch mit dem siebten Rang war Buhl am Abend zufrieden. "In diesem zweiten Rennen kam ein signifikanter Rechtsdreher, der mir auf der linken Seite erst einmal sehr weh tat. Dass noch Rang sieben dabei heraussprang, war stark und sehr zufriedenstellend."

Mit 17 bis 22 Knoten Wind hatten sich die Wind- und Wellenbedingungen am Donnerstag vor Miami nach zwei flauen Auftakttagen deutlich verändert. Mehrere Crews kehrten bereits vorzeitig in den Hafen zurück. "Ich hänge, was das Zeug hält", kommentierte nicht nur Buhl die schönen, aber auch sehr fordernden Bedingungen, die den Tag vor Miami zum Segelfest machten. Auch die Kieler Tim Fischer und Fabian Graf vom Norddeutschen Regatta Verein nutzten die frischen Winde zum Vorrücken auf Platz vier – mitten hinein in die versammelte Weltspitze.

Im Nacra 17 mussten Johannes Polgar und Carolina Werner bei ihrer ersten gemeinsamen Weltcup-Regatta nach gelungenem Auftakt einige Federn lassen und fielen auf Platz 15 zurück. An der Spitze des Feldes der foilenden Katamarane liefern sich die olympischen Medaillengewinner von Rio packende Kämpfe. In Führung liegen die australischen Silbermedaillengewinner Jason Waterhouse/Lisa Darmanin vor den argentinischen Olympiasiegern Santi Lange und Cecilia Carranza Saroli. Bronzemedaillengewinner Thomas Zajak aus Österreich ist mit seiner neuen Vorschoterin Barbara Matz Vierter hinter den Briten John Gimson und Anna Burnet.

Zu den Zwischenständen in allen zehn olympischen Disziplinen geht es hier

Tatjana Pokorny am 26.01.2018

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