Ferientörns

Schutz vor der Charterpleite

Pantaenius peppt seine Versicherungspakete für Chartercrews auf. Unter anderem profitieren Kunden von einer speziellen Reisepreisabsicherung

Pascal Schürmann am 29.10.2014
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Sorglos chartern. Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt vor dem Urlaubstörn die eine oder andere Reiseversicherung ab

Der Hamburger Versicherungsvermittler Pantaenius hat seine Policen-Pakete für Chartersegler neu geschnürt. Die wichtigste Änderung betrifft dabei die Reiserücktrittskosten-Versicherung, die Bestandteil aller Pakete ist. In ihr ist ab so­fort eine Reisepreisabsicherung enthalten. Die greift, sobald die Charteragentur, über die der Törn gebucht wurde, oder aber der Flottenbetreiber vor Ort zahlungsunfähig wird.

In der Vergangenheit ist es mehrfach zu überraschenden Pleiten in der Charterbranche gekommen. Hatte dann beispielsweise eine Agentur die Gelder der Kunden unterschlagen und nicht an den Flottenbetreiber vor Ort weitergeleitet, mussten die betroffenen Segler häufig den Charterpreis bei Ankunft an der Basis nochmals zahlen. Oder aber bei Ankunft am Starthafen stellten Charterer fest, dass der Flottenbetreiber zwischenzeitlich den Geschäftsbetrieb hatte einstellen müssen und nun kein Schiff für den Törn zur Verfügung stand.

Im schlimmsten Fall fällt dann nicht nur der Segelurlaub ins Wasser, sondern auch das bereits gezahlte Geld ist weg. Um Segler genau davor zu schützen, gibt es, wie bei einer herkömmlichen Pauschalreise auch, zwar Sicherungsscheine. Die werden aber nicht von allen Charteragenturen aus­gestellt, und sie schützen mitunter auch nur vor einer Insolvenz der Agentur, nicht aber des Flottenbetreibers. Oder umgekehrt.

Auf Wunsch nun auch ohne Selbstbeteiligung

Eine weitere Neuerung der Reiserücktrittspolice betrifft die Selbstbeteiligung. Sie kann fortan, je nach gewähltem Policen-Paket, gegen einen Aufschlag in Höhe von 50 bis 90 Euro ausgeschlossen werden. Ein Policen-Paket bei Pantaenius kann neben der klassischen Skipperhaftpflicht und der Reiserücktrittsversicherung zusätzlich eine Auslandsreisekranken-, eine Unfall- sowie eine Kautionsversicherung umfassen, teilweise mit unterschiedlichen Deckungshöhen.

Zu guter Letzt gibt es im Falle eines Reiseabbruchs nun auch die anteiligen Charterkosten zurück. Muss also der Törn, beispielsweise durch unfallbedingten Ausfall des Skippers, nach der Hälfte der Charterzeit beendet werden, zahlt die Versicherung die Hälfte des Charterpreises zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umbuchungsgebühren für Flüge oder Fähren. Und auch Kosten, die eventuell für eine Rücküberführung der Yacht zur Basis anfallen, sind neuerdings gedeckt.

Kautionsabsicherung separat erhältlich

Darüber hinaus haben die Hamburger auf den Wunsch vieler Chartersegler reagiert, eine Kautionsversicherung separat abschließen zu können. Die gab es bei Pantaenius bislang ebenfalls nur im Paket zusammen mit mindestens der Skipperhaftpflicht und der Reiserücktritts-Police. Mit der separaten Kautions-Police lässt sich im Übrigen auch eine bereits in einem der Pakete enthaltene Kautionsabsicherung aufstocken. Dies kann etwa bei der Charter großer Yachten oder bei einem Törn in traditionell hochpreisigen Revieren sinnvoll sein.

Die vier unterschiedlich ausgestatteten Charter-Versicherungspakete von Pantaenius gibt es in der Basisversion ab 175 Euro. Das Premiumpaket, das alle Reiseversicherungen mit teils höheren Deckungssummen enthält, ist ab 495 Euro zu haben.

Pascal Schürmann am 29.10.2014

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