Kriminalität
Yachtklau im Mittelmeer
Eigner und Charterfirmen am Mittelmeer sind alarmiert: Die Diebstähle von Segelyachten häufen sich. Verbrecher nutzen die unauffälligen Schiffe zum Transport von illegalen Migranten – ein höchst lukratives Geschäft.
Die YACHT dokumentiert in ihrer neuen Ausgabe zahlreiche solcher Fälle. Mal verschwinden Privatschiffe von ihrem Liegeplatz, mal werden Charteryachten nicht zurückgegeben und von den Menschenschmugglern missbraucht. Schwerpunkt der kriminellen Aktivitäten ist das griechisch-türkische Grenzgebiet. Dort kassieren die Schlepper für eine kurze Seepassage rund 50.000 Euro — pro Nacht und Boot.
Ein aktuelles Beispiel liefert die einem deutschen Eigner gestohlene Hallberg-Rassy „Nordwind“. Sie wurde im vorigen September in der Türkei entwendet und Ende April 2010 wieder aufgegriffen: umlackiert, umgetauft und besetzt mit Flüchtlingen aus Kurdistan und dem Irak.
Weil es vor allem in Griechenland eine bizarre Gesetzgebung fast unmöglich macht, einmal konfiszierte Yachten wieder freizubekommen, greifen die Bestohlenen schon mal zur Selbsthilfe — und stehlen die Yacht mit Spezialkommandos wieder zurück. So geschehen im Fall der „Dream“ (Name geändert), deren Transponder ihre Position verriet. Auch die Einzelheiten zu diesen wie zu zahlreichen weiteren Vorgängen beschreibt die YACHT in einem großen Report im aktuellen Heft (ab dem 1. September im Handel).










