Wetter
Wirbel aus Wind und Wasser
Wie gefährlich sie sind, wo sie am häufigsten auftreten und wie Segler reagieren sollten, lesen Sie in der neuen Ausgabe.
Dass Windhosen keinesfalls nur ein Phänomen der Küstenregionen sind, erfuhren die Einwohner von Quirla, einer Kleinstadt in Thüringen, am vergangenen Wochenende. Eine Windhose hatte die Bewohner im Schlaf überrascht und großen Schaden angerichtet. Kein Einzelfall! Im Frühjahr zerstörte ein Wirbelsturm ein Winterlager in Hamburg-Harburg. Neben mehreren Millionen Euro Sachschaden kamen dabei zwei Menschen ums Leben. Ein weiterer bekannter Vorfall ereignete sich 1968 in der Innenstadt von Pforzheim. Dort verletzte der Wirbelsturm über 200 Menschen und hinterließ 130 Millionen Euro Sachschaden.
Der Pforzheimer Sturm wurde gemäß der europäischen Torro-Skala mit T8 klassifiziert. T8-Stürme erreichen Windgeschwindigkeiten bis zu 380 km/h. In den USA entwickelte sich eine andere Klassifizierung. Tornados, so bezeichnen die US-Amerikaner die Windhosen, werden auf der Fujita-Skala eingeordnet. Dabei erreicht ein Tornado der Klasse F5 Windgeschwindigkeiten über 421 km/h.
Für die Entstehung von Wirbelstürmen sind horizontal übereinander liegende Luftschichten von Bedeutung. Die wichtigste Antriebsquelle ist ein großer Temperaturunterschied zwischen diesen Schichten. Häufige Auslöser sind sommerliche Tiefdruckstörungen, denen schwülwarmes und diesiges Wetter vorausgeht. Dabei gibt es trügerische Unterschiede zwischen Windhosen und Wasserhosen.
YACHT-Autor und Diplom-Meteorologe Dr. Michael Sachweh recherchierte das Wetterphänomen mit dem Rüssel. Wie entsteht ein Tornado, welches sind die Revier-Hotspots, und wie sollten Segler darauf reagieren?
Darüber lesen Sie in der neuen YACHT (Heft 21/06, ab Mittwoch, den 4. Oktober im Zeitschriftenhandel)










