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„Vollgas geben und angreifen“
Der 48-jährige Spanier übernimmt die Führung von Bavaria Yachtbau zu einem schwierigen Zeitpunkt. Immerhin laufen die Bänder derzeit auftragsbezogen nur auf reduzierter Kapazität. Cardénas Vorgänger Kay Schwabedal musste seinen Posten als Sprecher der Geschäftsleitung schon nach wenigen Monaten im Amt wieder abgeben. Dennoch erkennt Andrés Cardénas derzeit auch viel Potenzial im Unternehmen. “Bavaria hat eine gesunde Struktur, das hat mich voll überzeugt. Es ist für mich eine einmalige Chance, in ein so gut strukturiertes Netzwerk einzusteigen."
Cardénas will mit Bavaria in wirtschaftlich schwierigen Zeiten antizyklisch handeln. Das Programm soll weiter ausgebaut werden, mit neuen Produkten will das Unternehmen auf dem Markt angreifen. Ziel sei es, so Cardénas, mittelfristig die Gesamtproduktion auf 3000 Einheiten im Jahr auszubauen. Davon würden rund 60 Prozent den Sektor Segelboote betreffen.
Im Bereich Segelboote fokussiert Bavaria derzeit insbesondere den Markt großer Tourer. Das nächste Boot soll dementsprechend eine Bavaria 54 sein, die Vorstellung ist bereits für die kommenden Monate geplant. Geprüft werden derzeit auch Projekte um 60 Fuß Länge und mehr. Viel wollte Cardénas über das Konzept im Bereich der neuen großen Yachten allerdings noch nicht verraten. Nur so viel: Die Boote sollen deutlich eleganter und auch sportlicheren Ansprüchen gerecht werden. Mit breiten Hecks und doppelten Ruderblättern wird zudem das Thema der Dingi-Garage wieder neu aufgenommen. Auch in Sachen Design hat sich Bavaria Yachtbau umorientiert. Wer für den ersten Entwurf der neuen Linie verantwortlich ist, mochte Cardenas noch nicht verkünden.










