Blauwasser
Volle Meldeliste für die ARC 2012
Eine Atlantiküberquerung auf eigenem Kiel oder an Bord einer befreundeten beziehungsweise gecharterten Yacht übt auf viele Segler einen offenbar ungebrochen großen Reiz aus. So früh wie nie konnte das britische Unternehmen Worldcruising Club gestern eine bis auf den letzten Startplatz ausgebuchte Meldeliste für die alljährliche Atlantic Rally for Cruisers (ARC) verkünden. Dabei wird die Regatta erst in rund acht Monaten, am 25. November, angeschossen, wie gewohnt in der Bucht von Las Palmas auf Gran Canaria.
260 Teilnehmercrews stehen aktuell auf der Starterliste. Die Veranstalter erwarten, dass einige Segler kurzfristig abspringen werden, sodass sich etwa 230 Yachten aus momentan 23 Nationen auf den Weg in die Karibik machen werden. Ein Drittel der Flotte kommt aus Großbritannien, Deutschland bildet die zweitstärkste Gruppe mit aktuell 31 Yachten. Stark vertreten sind zudem Norwegen, Italien, USA, Australien, die Niederlande, Schweden und Frankreich.
Das derzeit kleinste gemeldete Boot ist die „Quetzal“, eine Contest 28 des deutschen Skippers Wolfgang Vandrey. Größtes Schiff im Feld ist die Swan 80 „Berenice“ aus Italien. Außerdem sind zwei Klassiker dabei: die „Peter von Seestermühe“ von Christoph von Reibnitz sowie die „Peregrin“ des Briten Peter Brownsell. Beide Yachten sind 1926 gebaut worden.
Ferner lockt die ARC auch weiterhin die Zweirumpfsegler an. Für 2012 haben bislang 23 Katamarane gemeldet, vom vergleichsweise kleinen Lagoon 400 „Naos“ aus den USA bis hin zum großen Lagoon 620 „Anakin“ aus Österreich.
Die ARC-Flotte teilt sich wie jedes Jahr auf in das große Feld der Fahrtensegler, die zwar ambitioniert, wenn es sein muss, aber auch mit Motorunterstützung den Großen Teich überqueren. Daneben gibt es die Fraktion der Regattasegler, die die Ozeanpassage als echtes Rennen angehen. Für diese RORC Racing Divisionen haben sich momentan 42 Crews registrieren lassen.
Wer bei der ARC 2012 noch mitsegeln will, bislang aber nicht gemeldet hat: Die Warteliste ist eröffnet. Erfahrungsgemäß gibt es bis November noch genügend Crews, die abspringen, sodass Nachzügler in der Regel stets noch einen der begehrten Startplätze ergattern können.
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