America’s Cup

Valencia am Horizont

11.12.2009 Dieter Loibner, Fotos: www.valenciasailing.com - Eventuell, vielleicht, möglicherweise wird America’s Cup Nr. 33 nun doch in Valencia gesegelt.

Fotograf: © www.valenciasailing.com

Verhandler in Valencia (v. l.): Lucien Masmejean (Alinghi), Bürgermeisterin Rita Barberá, Wirtschaftsminister Gerardo Camps und Tom Ehman (BMW Oracle)

Verteidiger Alinghi und Herausforderer BMW Oracle Racing trafen sich, um Vorbereitungen mit den Spaniern zu besprechen. Dabei steht der Schiedsspruch des Berufungsgerichts in New York noch aus, der endgültige Klarheit über den Austragungsort bringen soll.

Bei einer Pressekonferenz, so berichtet der Blog "Valencia Sailing", gab Bürgermeisterin Rita Barberá gestern bekannt, dass die beiden Teams ihre alten Basen im America’s-Cup-Hafen nutzen werden, aber auch benachbarte Grundstücke, um die riesigen Multihulls auch sicher unterbringen zu können.

Die Hafenbehörde wolle bei Bedarf zusätzlichen Raum zur Verfügung stellen, sollten die beiden Yachten bei schlechtem Wetter verholt werden müssen. Bei auflandigem Wellengang steht zu fürchten, dass diese Riesenmultihulls im engen Hafenkanal in Schwierigkeiten kommen könnten und in einem derartigen Fall Ausweichplätze außerhalb des America's-Cup-Hafens anlaufen müssten.

Auch die Regattabahnen werden wesentlich großflächiger sein als beim letzten Cup, der auf konventionellen Monohulls gesegelt wurde. Ein Deed of Gift Match schreibt drei Wettfahrten vor, von denen die erste und dritte auf Up-and-Down-Kursen mit 20-Meilen-Bahnschenkeln gesegelt werden und die zweite auf einem gleichseitigen Dreieckskurs, dessen Bahnschenkel je 13 Meilen lang sind.

Alinghi und BMW Oracle Racing verhandeln derzeit auch über die Ausdehnung der Serie von Best of three (zwei Siege zum Gewinn des Cups nötig) auf Best of five (drei Siege) oder Best of seven (vier Siege), wohl um der Veranstaltung und den Sponsoren mehr Werbewirksamkeit zu verschaffen.

Die Organisation werde strikt getrennt, berichtet Valencia Sailing. Demnach ist für die sportlichen Belange am Wasser Alinghi zuständig, doch beim Rest habe die Stadt das Sagen. Bis zum erwarteten Beginn des Cups am 8. Februar müssen deshalb Bereiche wie Logistik, Finanzen, TV, Marketing, Hospitality und öffentliche Unterhaltung organisiert werden. Barberá betonte, die Organisationskosten würden von Valencia getragen und die Stadt behielte sich das Recht vor, eigene Sponsoren zu werben.

Sollte das Gericht in New York dieser Tage allerdings Alinghi das Recht zusprechen, den Cup in deren bevorzugten Revier im arabischen Emirat Rash al-Kaimah zu segeln, wären die derzeitigen Vorbereitungen in Valencia hinfällig. Und das Karussell des Rechtsstreits würde sich weiter im Kreise drehen.

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