MOD 70

Trimaran-Spektakel vor Kiel

30.08.2012 Andreas Fritsch, Fotos: MOD 70 - Die Multihull One Design 70 Serie gastiert am Wochenende an der Förde und wird sensationelle Segel-Aktion direkt an der Kiellinie bieten

MOD70
Fotograf: © MOD 70

Mod 70

Es wird ein Treffen der Superlative: Die modernsten Offshore-Trimarane der Welt, die Stars der französischen Offshore-Race-Szene und das alles direkt in Sichtweite der Zuschauer am Ufer der Förde. Die MOD 70, die gerade aus der Taufe gehobene Einheitsklasse und sozusagen der inoffizielle Nachfolger der ORMA 60 Tris, sind derzeit das Maß der Dinge. Die 21-Meter langen Boote bieten schon bei wenig Wind spektakuläre Bilder, mit dem Hauptrumpf aus dem Wasser und Speeds locker jenseits der 30-Knoten-Marke. Die Boote sollen in Zukunft die Plattform für die besten Multihull-Segler sein, die sich sowohl auf langen Offshore-Strecken als auch bei In-Port-Races messen. Das enorm teure technische Wettrüsten, das letztlich den Untergang der ORMA-60-Klasse besiegelte, da kein Sponsor den Aufwand im zweitstelligen Millionenbereich mehr betreiben wollte, soll das Einheitsklassen-Konzept verhindern: Alle Boote sind technisch identisch, die Leistung von Crew und Skipper tritt wieder mehr in den Vordergrund. Nicht wer das größte Budget für technische Entwicklung hat, gewinnt, sondern das beste Segelteam.

MOD70
Fotograf: © MOD 70

Mod 70

Die Segler am Start gehören zum Who's who der französischen Offshore-Szene: Der zweimalige Vendee Globe Gewinner Michel Desjoyeaux ist dabei, Barcelona-World-Race-Gewinner Jean-Pierre Dick oder Volvo-Ocean-Race-Skipper Sébastien Josse. Auch ein Deutscher segelt mit: Michi Müller, zuletzt im Volvo-Ocean-Race mit "Puma" unterwegs, ist auf "Musandam Omansail" von Sidney Gavignet dabei. 

MOD-Plan
Fotograf: © MOD 70

Lageplan des Race Village

In Kiel liegen die fünf MOD 70 im Hafen vor dem Geomar Gebäude und werden am Freitag und Samstag ab 14.30 zum City Race und einem Speed-Rennen gegeneinander antreten. Heute nachmittag sind die Boote auf der Förde aber schon zu Trainingsfahrten unterwegs. Besonders für Freitag, wo Wind um die vier bis fünf Beaufort angesagt ist, wird es reichlich Aktion für die Zuschauer geben. Am Sonntag starten die Tris dann zur ersten knapp 1200 Seemeilen langen Offshore Etappe von Kiel nach Dublin. Dock-Out der Boote für die Rennen ist um 14 Uhr, an Land ist das Race-Village täglich ab 11 Uhr geöffnet. Dort ist auch die YACHT-Redaktion und der Delius-Klasing Verlag mit einem Show-Mobil vor Ort präsent. 

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