Unglück

Toter bei Einhandregatta in Holland

28.09.2012 Pascal Schürmann, Fotos: F. Abegg - Ein Teilnehmer der 200-Meilen-Solo-Regatta ist gestern morgen tot aufgefunden worden. Sein Boot war am IJsselmeer-Abschlussdeich gestrandet

Gestrandete Optima 38
Fotograf: © F. Abegg

Die am Abschlussdeich des IJsselmeers gestrandete Optima 98

Bei dem Skipper, der mit einer Optima 98 an der Einhandregatta teilgenommen hatte, handelt es sich um einen 60-jährigen Niederländer aus Leiden. Er hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach an der Veranstaltung teilgenommen.

Entdeckt hatte ein Deutscher den Verunglückten, als er mit seinem Auto gestern Vormittag über den Abschlussdeich des IJsselmeers fuhr und die Yacht bemerkte. Die war offenbar zuvor unter vollen Segeln frontal auf den Deich aufgelaufen. Als sich der Mann dem Schiff näherte, entdeckte er den Skipper hinterm Heck mit dem Kopf nach unten leblos im Wasser treiben. Er trug eine Rettungsweste und war mit einer Lifeline mit seinem Schiff verbunden.

Gestrandete Optima 98
Fotograf: © F. Abegg

Die Optima 98 ist mit vollen Segeln auf den Deich gelaufen, der Skipper trieb hinterm Heck im Wasser

Vermutlich ist der Skipper über Bord gefallen und von seinem Schiff hinterhergezogen worden. Ob er gleich das Bewusstsein verloren oder noch versucht hat, wieder an Bord zu gelangen, ist bislang unklar. Eine weitere Möglichkeit sei, so ein Sprecher der niederländischen Seenotrettungsgesellschaft KNRM, dass der verunglückte Skipper erst nach dem Aufgrundlaufen seiner Yacht ins Wasser gestiegen sei, um sie wieder frei zu bekommen. Warum er dann dabei allerdings gestorben sein soll, bleibt offen. Denkbar wäre etwa ein Herzstillstand. Gegen diese Theorie des Unfallhergangs spricht allerdings, dass die Segel des Schiffs noch gesetzt waren.

Die Regatta wurde von den Veranstaltern nach Bekanntwerden des Unglücks abgebrochen. Die 200 Meilen Solo findet seit 1996 jedes Jahr statt. Bis zu 100 Yachten können teilnehmen. Gesegelt wird von Mittwochmorgen bis zum darauffolgenden Sonntag. Start und Ziel sind in Durgerdam am Südwestufer des Markermeers.

Die Skipper haben die Wahl zwischen vier verschiedenen Routen, die jede 200 Seemeilen lang ist. Während der vier Tage müssen sie mindestens 27 Stunden Ruhezeiten einhalten, während derer sie mindestens irgendwo vor Anker liegen müssen. Gesegelt wird auf dem gesamten IJsselmeer und Markermeer, dem Wattenmeer und der Nordsee.

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