Wetter
Saison 2006 - ein Wechselbad der Extreme
Die vergangene Segelsaison hat mit ihren Wetterkapriolen wieder alle überrascht. Juli und August hätten unterschiedlicher nicht sein können. Der Meteorologe Dr. Meeno Schrader analysiert in der aktuellen YACHT das kuriose Wettergeschehen.
Als Ende April sogar Sliptermine verschoben werden mussten, hatte sich für den Seewetterexperten Meeno Schrader bereits angedeutet, dass es kein normales Jahr werden würde. So sorgte das mächtige Hoch im Juli für sonniges und heißes Wetter, Wind stellte sich jedoch kaum ein. Die Ostsee war das sonnigste Revier mit bis zu 70 Prozent mehr Sonnenschein als in Vorjahren. Mit 3,8 bis 5,5 Grad Celsius über dem Jahresmittel war es der wärmste Juli, seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Die Wassertemperatur der Elbe erreichte einen Rekordwert von 27,2 Grad.
Dafür brachte das Sturmtief im August Starkwind und Rekordmengen an Regen. In weiten Teilen Dänemarks sowie an der deutschen Nordseeküste regnete es mehr als doppelt so viel als sonst. Erst am 14. August ereignete sich dann der erste Sommersturm über deutschen Küsten mit Windstärken bis zu 9 Beaufort. Der Spätsommer überraschte wiederum zeitweise mit typischem wechselhaften Oktoberwetter. Die Spielregeln des Wetters haben sich geändert, es ist unberechenbar geworden.
Lesen Sie in der neuen YACHT, Heft 22/06, Meeno Schraders Analyse des Segelsommers 2006.
Jetzt bei Ihrem Zeitschriftenhändler.










