Aktion

YACHT-Initiative Handicap

17.03.2004 Uwe Janßen, Pascal Schürmann, Fotos: M. Dreysee, H.-G. Kiesel (2) - Das Internet-Forum der YACHT für Segeln mit Behinderten. Erfahrungsaustausch, Hilfestellung, Informations-Plattform, Törnangebote und mehr

Fotograf: © M. Dreysee, H.-G. Kiesel (2)
Drei Paten für eine gute Sache: D. Thomsen, H. Kröger, J. Bock

Unter den unendlich vielen Facetten des Segelns kommt einer ganz besondere Bedeutung zu: dem Segeln mit Behinderten. Dass das Bordleben Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung genauso viel Spaß macht wie denen, mit denen es das Schicksal zufällig besser meinte, versteht sich von selbst – und ist doch nur einer von zahlreichen Vorzügen.

Die Erfahrung von körperlicher Arbeit, naturnahem Erleben, Gemeinsamkeit im Team und Ähnliches machen Segelschiffe zu einem idealen Terrain für verschiedenste Behinderten-Projekte. Ihnen ist eines gemein: Sie machen glücklich.

Die YACHT schafft solchen engagierten Projekten, Unterstützern und Spendern ein Forum. Gruppen und Organisationen, die im Segeln mit Behinderten aktiv sind, stellen sich und ihre Art der Hilfe vor. Interessierte erfahren  Kontaktmöglichkeiten für weitere Informationen.

Wer eines der Projekte finanziell unterstützen will, bekommt die Nummern der Spendenkonten. Und wenn eine Crew gesucht, eine besondere Aktion präsentiert oder der Austausch mit anderen Projekten forciert werden soll - das  Forum bietet hinreichend Raum für Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

Drei prominente Paten gewährleisten, dass sich nur seriöse Projekte präsentieren: Dierk Thomsen, ehemaliger Präsident des Deutschen Segler-Verbandes, Heiko Kröger, Paralympics-Sieger und mehrmaliger 2.4mR-Weltmeister sowie der ehemalige YACHT-Herausgeber Jörn Bock.

DIE PROJEKTE:

Bundesverband Herzkranke Kinder
Seit sechs Jahren bietet der Verband Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren die Möglichkeit, auf der Ostsee zu segeln. Die Älteren touren auf "richtigen" Yachten durch die Dänische Südsee, die Anfänger üben im Jollen-Trainingslager bei Stickenhörn an der Kieler Förde. Wegen des großen Andrangs – bereits 100 körperlich und teilweise geistig Behinderte haben schon teilgenommen – wird die Aktion 2004 gleich zweimal durchgeführt, in der letzten Juli- und der ersten Augustwoche.

Anschrift
Bundesverband Herzkranke Kinder e. V.
Kasinostraße 84
52066 Aachen
Tel.: 0241/91 23 32

Organisation der Segelfreizeit: Dr. Wolfgang Ram
Kinderkardiologe
Richthofenstraße 57
24159 Kiel
Tel. 0431/36 46 17
E-Mail: ram.kiel@t-online.de
Internet: www.bvhk.de

Spendenkonto: Nr. 46 010 666 bei der Sparkasse Aachen (BLZ 390 500 00)


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Jugendhof Brandenburg
"Das Segeln ist für die benachteiligten jungen Menschen häufig der Jahreshöhepunkt und immer ein prägendes Erlebnis", so Hans-Friedrich Jahncke, Leiter des Jugendhofs. Er muss es wissen. Der Mann hat beste Erfahrungen gemacht auf den Reisen mit der gecharterten "Ventura", einer Bénéteau First 36s7.

Zum Segeln ist die Gruppe einst gekommen, "weil zum einen die Ausgliederung bzw. Verselbstständigung der Bewohner zunehmend zum Problem wurde" und die Zahl der zu Betreuenden so stark gewachsen war, dass eine vernünftige Arbeit in den Ferien sich organisatorisch immer schwieriger gestaltete.

Der Jugendhof betreut in Wohngruppen schwerst Verhaltensauffällige, Benachteiligte und psychisch Kranke. Beim Segeln sei es besonders gut möglich, den unterschiedlichen Ansprüchen und Voraussetzungen gerecht zu werden. So sind die älteren Jugendlichen bereits meist stärker belastbar, die jüngeren noch verspielter. Auf diese und weitere Unterschiede könne an Bord exzellent reagiert werden, schreibt die Hof-Broschüre: "Das Segeln bot die Chance, individuelle zusätzliche Angebote für die unterschiedlichen Zielgruppen zu machen."

Die beiden Törns, die pro Jahr durchgeführt werden, zeigten den Teilnehmern "eigene Fähigkeiten, aber auch die physischen, psychischen und sozialen Leistungsgrenzen" auf. "Die erfolgreiche Bewältigung schwieriger Situationen, der mannigfache Erkenntnisgewinn, die Solidarität der Gruppe und die eigene Grenzerfahrung stärken besonders das Selbstvertrauen und bringen Zuversicht: Segelreisen erweitern den Horizont und festigen den Charakter."

Das Segeln als erlebnispädagogische Maßnahme sei notwendig als Alternative zu "medialer Reizüberflutung, passivem Konsum, Auflösung von sozialen Strukturen und fehlendem gemeinsamem Erleben".

Anschrift:
Jugendhof Brandenburg e. V.
Behnitzer Weg 12
14641 Berge
Tel.: 03321/443 20
E-Mail: jugendhof-brandenburg@t-online.de

Spendenkonto: Nr. 3810 111 375 bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Nauen (BLZ 160 500 00)

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Segel-Projekt der Stftung Körperbehinderten-Zentrum Oberschwaben

Noch in den 1960er Jahren lebten Kinder mit Behinderung oft isoliert, eine Diskussion um Integration und gesellschaftliche Teilhabe stand erst ganz am Anfang. Eltern, die nach Perspektiven für ihr Kind suchten, waren in der Regel auf sich allein gestellt. Deshalb entstanden zahlreiche Selbsthilfegruppen, so auch 1968 in Weingarten. Diese Eltern konnten auf nichts zurückgreifen und erreichten doch Beachtliches: Kindergarten-, Schul- und Ausbildungsangebote wurden geschaffen und stetig weiterentwickelt.

Das Ergebnis ist die heutige Stiftung Körperbehinderten Zentrum Oberschwaben (KBZO), die regionale Institution für die Versorgung von Menschen mit Behinderung zwischen Alb und Bodensee. Eine Einrichtung, die heute von der Frühförderung über allgemeinbildende oder berufliche Schulen bis zu Internaten, den Offenen Hilfen oder dem Ambulant Betreuten Wohnen sämtliche Förder-, Bildungs-, Freizeit- und Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderung bereit hält.

Eines dieser Angebote ist das Segel-Projekt der Differenzierten Werkstufe. Es geht auf eine Lehrer-Initiative aus dem Jahr 1999 zurück. Seinerzeit stellten zwei Pädagogen auf der Messe „Interboot“ in Friedrichshafen den Kontakt zu einem in dieser Hinsicht sehr erfahrenen Österreicher her. Walter Pavlis konzipiert Mini-Zwölfer, die speziell für das Segeln mit Menschen mit Handicap ausgelegt sind. Die Schülerinnen und Schüler mit Behinderung testeten die Zwölfer – und waren begeistert.

Fortan nutzten sie diese Boote – und wollten bald mehr. So wurden Bodensee Törns auf einer Privatyacht organisiert, es werden alljährlich Charterreisen auf Segelyachten geplant und durchgeführt sowie Segelferien veranstaltet. Im Jahr 2006 wurde die Stiftung FIDS (www.fids-foundation.org) gegründet, deren Stiftungsrat Jürgen Sichtermann, einer der beiden Projektleiter am KBZO, angehört. FIDS stellt der Stiftung KBZO regelmäßig Mini-Zwölfer für mehrere Wochen im Jahr zur Verfügung.  Darüber hinaus hat das 2001 gegründete Segel-Projekt eine geschenkte Hubkiel-Jolle vom Typ Sailhorse wieder klar gemacht.

Nach Erkenntnis der Projektleiter Gerhard Springer und Jürgen Sichtermann fördert das Segeln bei den Schülerinnen und Schülern mit Behinderung:
• Gleichgewicht
• Grob- und Feinmotorik
• Bilateralität
• Koordination
• Verantwortungsbewusstsein
• Planung und Vorausschau
• Selbstbewusstsein
• Selbstständigkeit
• Teamfähigkeit
• Anweisungsverständnis
• Sprachlichen Austausch in komplexen Handlungsfeldern
• Treffen und Einhalten von Absprachen
• Konfliktlösung

Darüber hinaus haben die Pädagogen eine entspannende Wirkung auf Spastiker ausgemacht, die Umkehr sozialer Auffälligkeiten ins Positive, Erfolgserlebnisse und Stolz sowie Überwindung, Aushalten und Bewältigung von angstauslösenden Situationen (Krängung, Wellen, Wind, etc.).

Kontakt:
Stiftung KBZO
Jürgen Sichtermann
Sauterleutestraße 15
88250 Weingarten
Tel.: 0751/40 07-0
E-Mail: j.sichtermann@kbzo.de oder stiftung@kbzo.de
www.kbzo.de

Spendenkonto: Stiftung KBZO, Nr. 86 311 311 bei der Kreissparkasse Ravensburg (BLZ 650 501 10), Kennwort „Segeln Diff.WK“

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Lebenshilfe Bielefeld
Die "Lebenshilfe Bielefeld" ist eine Selbsthilfevereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Angehörigen. Die Vielzahl der Angebote umfasst unter anderem Arbeit in Zulieferbetrieben für die Industrie. Geistig Behinderte aus einigen dieser Einrichtungen haben bereits positive Erfahrungen mit dem Segelsport gemacht. So wird vom 5. bis zum 13. Juni 2004 schon zum vierten Mal das "Klabauter-Segeln" durchgeführt, eine Regatta vor Fehmarn.

Die Bielefelder haben erfahren, dass das Segeln "eine Sport-, Bewegungs- und Erlebnismöglichkeit" ist, die "schon kurzfristig Erfolge" erkennen lässt - Erfolgserlebnisse, "die dieser Personengruppe sonst vielfältig versagt bleiben". So haben geistig Behinderte aus den Einrichtungen bereits erfolgreich an regulären Regatten teilgenommen. Behinderte bekämen so "eine Chance der Integration", da sie "mit gleich gesinnten Menschen aus unterschiedlichsten sozialen Schichten in Kontakt" kommen. Sie seien zum Beispiel sehr wohl in der Lage, nach Anweisung Schiffsmanöver selbstständig auszuführen", und zwar gemeinsam, in einem Team.

Anschrift
Stiftung Lebenshilfe Bielefeld
Werkhaus gGmbH
Z. Hd. Herr Herden
Am Möllerstift 22
33647 Bielefeld

Tel.: 0521/44 70 83 90
E-Mail: info@lebenshilfe-urlaub.de
Internet: www.lebenshilfe-urlaub.de

Spendenkonto: Nr. 50 038 876 bei der Sparkasse Bielefeld (BLZ 480 501 61)

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Leuchtende Augen
Der engagierte Verein ist noch relativ jung - erstmals stellte er sich auf der Interboot 2003 in Friedrichshafen der Öffentlichkeit vor. Nach eigener Aussage handelt es sich um "eine Handvoll Menschen, die es sich in den Kopf gesetzt haben, Licht in den grauen Alltag junger Menschen zu bringen. Kinder, die nicht so viel Glück im Leben haben wie wir." Diese kranken und behinderten Kinder sollen beim Segeln das Leuchten in ihren Augen wiederbekommen.

Da das Zentrum der Initiative im süddeutschen Kempten liegt, wurde als ideales Revier das nördliche Mittelmeer auserkoren. Aber nicht nur deshalb. Die Adria biete "für die verschiedenen Krankheitsbilder wie Neurodermitis und Mukoviszidose ein ideales Heilklima". Nun soll, möglichst schon 2004, ein Schiff dorthin verlegt werden, auf dem Segelfreizeiten möglich sind.

Das Projekt kooperiert mit der Hauner'schen Kinderklinik in München und dem Behindertenbetreuungszentrum Steinhöring. Starke öffentliche Aufmerksamkeit dürfte die Teilnahme zweier Segelgrößen zur Auftaktveranstaltung in München oder Kempten in diesem Jahr bewirken: Volvo-Ocean-Race-Sieger Tony Kolb wird ebenso erwartet wie America’s-Cup-Gewinner Jochen Schümann.

Anschrift
Leuchtende Augen e. V.
Pulvergasse 6
87435 Kempten

Tel.: 0831/575 77 73
E-Mail: info@leuchtende-augen.de
Internet: www.leuchtende-augen.de

Spendenkonto: Nr. 2899 bei der Sparkasse Allgäu (BLZ 733 500 00)

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Osnabrücker Werkstätten
Die Osnabrücker Werkstätten sind staatlich anerkannt für die Arbeit mit - unterdessen 1700 - behinderten Menschen und verfügen über zehn Dependancen in und um Osnabrück. Seit 1999 wird als so genannte arbeitsbegleitende Maßnahme das "Segeln auf dem Dümmer" durchgeführt. In jüngerer Vergangenheit kamen außerdem Ostsee-Törns auf Großseglern hinzu.

Der Alltag aber sieht so aus, dass an jedem Freitag in der Saison mit 16 Anvertrauten "mit erhöhtem Hilfebedarf und Verhaltensauffälligen" auf dem Dümmer gesegelt wird ("Voraussetzung ist Sitzen über einen längeren Zeitraum"). Die Betreuer haben extra dafür eine Segelausbildung absolviert. Als Boot steht ein 7,70 Meter langer "S-Kreuzer" der Segelschule Godewind in Dümmerlohhausen zur Verfügung.

Die "Pädagogischen Ziele" formulieren die Osnabrücker Initiatoren in vier Bereichen: dem kognitiven (seemännische Fähigkeiten, Knoten, Handlungsabläufe etc.), dem emotionalen (Förderung der eigenen Identität, Steigerung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins, Sensibelwerden für die Empfindlichkeiten der anderen etc.), dem sozialen (Verantwortung übernehmen, Ordnung und Regeln als notwendig erkennen, Kontaktmöglichkeiten etc.) sowie schließlich dem motorischen (körperliche Arbeit, körperlich wahrgenommene Sinneserfahrungen, grob- und feinmotorische Fähigkeiten).

Anschrift:
Osnabrücker Werkstätten gGmbH
Werkstatt Schledehausen
Z. Hd. Harald Hüsemann
Heinrich-Gerdom-Straße 2
49143 Bissendorf

Tel.: 05402/99 01 27
E-Mail: h.huesemann@os-wfb.de
Internet: http://www.os-wfb.de/

Spendenkonto: Nr. 58057 bei der Sparkasse Osnabrück (BLZ 265 501 05)

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Sail Together
Der erste barrierefreie Segelkatamaran für Gruppen in Europa

Unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse will der Verein Sail-Together e.V. den ersten rollstuhlgerechten, barrierefreien Segelkatamaran in Europa für Gruppen bis zu 18 Personen bauen und betreiben. Mit einer Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung aus Schweden, Italien, Nordirland und Deutschland haben wurde im Mai 2001 der internationale gemeinnützige Verein Sail-Together e.V. gegründet.

Bei dem Segelkatamaran handelt es sich um einen Hochsee Cruising Katamaran, der für die speziellen Ansprüche von Rollstuhlfahrer/innen und Menschen mit anderen Mobilitätseinschränkungen entworfen wurde. Die technische Ausstattung wird so eingerichtet, dass auch Menschen mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen uneingeschränkt segeln können.

Die Länge (über alles) des Katamarans wird ca. 24 m und die Breite (über alles) ca. 12 m betreffen. Rumpf und Aufbauten werden aus seewasserfestem Aluminium gebaut werden. Durch die zwei Rümpfe des Katamarans wird – anders als bei einem Einrumpfschiff - ein aufrechtes Segeln ohne große Krängung möglich. Darüber hinaus garantieren zwei Rümpfe größere Sicherheit. Durch den geringen Tiefgang und die hohe Geschwindigkeit hat der hochseetaugliche Katamaran einen größeren Aktionsradius als ein vergleichbares Einrumpfschiff.

In dem besonderen Lebensraum „Schiff“ sollen neue Erfahrungen im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung ermöglicht und ein gleichberechtigtes Miteinander in unserer Gesellschaft eingeübt werden. Unter dem Vereinsmotto „Mut lohnt sich“ (MLS) wird die Situation während integrativer Segeltörns beschrieben: Die Teilnehmer müssen sich trauen, sich auf Neues, auf Ungewisses und Fremdes einzulassen. Alle Teilnehmer müssen mutig aufeinander zugehen, Ängste überwinden und gemeinsam Hürden - im menschlichen Miteinander, aber auch im wörtlichen Sinn in einer meistens nicht barrierefreien Umwelt - nehmen. Nach einem solchen Segeltörn hat jeder Einzelne durch seinen Mut erfahren, dass Aufeinanderzugehen etwas im Leben verändern kann. Diese Erkenntnisse werden mit nach Hause genommen, können Horizonte im alltäglichen Leben erweitern und an andere Menschen weitergegeben werden.

Seit über zehn Jahren ist die Integration von jungen Menschen mit und ohne Behinderung und die internationale ökumenische Begegnung ein Schwerpunkt der Arbeit der Evangelischen Jugend in Dortmund und Lünen, aus der sich diese Idee entwickelte.

Zahlreiche Menschen aus unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, wie z.B. der berühmte Erlebnispädagoge Prof. Dr. Ziegenspeck, der Expeditionssegler Arved Fuchs und die Tourismuspolitische Sprecherin des Bündnis 90/Die Grünen, Frau Undine Kurth, unterstützen das Projekt mit ihrem Namen. In Kooperation mit der Hochschule Bremen für Schiffsbau und Meerestechnik sind die Konstruktionspläne unter der Leitung von Dipl. Ing. Carsten Weber für das Schiff fertig gestellt worden. Die Baukosten des Katamarans sollen zum größten Teil aus Sponsoren- und Stiftungsmitteln finanziert werden. Für eine Vermittlung von Sponsoren ist der Verein sehr dankbar.
Spenden können an das unten angegebene Konto gerichtet werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der ständig aktualisierten barrierefreien Homepage des Vereins oder unter der unten genannten Anschrift.

Anschrift:
Sail Together e. V.
Gut-Heil-Straße 10
44145 Dortmund

Tel.: 0231/847969-30/Durchwahl -37
Fax: 0231/847969-38
E-Mail: info@sail-together.de
Internet: www.sail-together.de

Spendenkonto: Nr. 001130382 bei der Stadtsparkasse Dortmund (BLZ 440 501 99)

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Segeln für Behinderte
Der Kölner Verein wurde bereits am 30. Januar 1984 gegründet. Er hat sich zum Ziel gesetzt, behinderten Mitmenschen das Segeln zu ermöglichen, inspiriert von dem Leitgedanken, das "integrativ", also gemeinsam mit Nichtbehinderten zu tun. Die Wahl fiel seinerzeit aufs Segeln, weil eine Sportart gesucht wurde, die "Freizeitbeschäftigung mit Erholungswert ermöglicht, die auch Leistung abverlangt und vielfältige Gelegenheiten der Rehabilitation bietet".

So wird regelmäßig auf dem Rursee bei Woffelsbach und auf dem Zülpicher See in Jollen geschippert, wo die Kinder und Jugendlichen auch die Möglichkeit erhalten, Segelscheine zu machen. Zum Saisonfinale im Herbst wird als Highlight ein schon traditioneller Törn auf dem IJsselmeer veranstaltet. Der agile Verein zählt 180 Einzelpersonen als Mitglieder und mehrere Institutionen, aus denen sich die Teilnehmer für die Törns und die Helfer rekrutieren: u. a. ein Internat für Blinde, Schulen für Geistigbehinderte, Kliniken für psychisch Kranke und Körperbehinderte.

Vereinsmitglieder übernehmen den Transport von Seglern und Material, Ein- und Auswassern der Boote, Pflege von Booten und Steganlage sowie die Begleitung auf dem Herbsttörn. Ursula Gröger, die engagierte Frau des Vorsitzenden, über ihre Erfahrungen mit dem integrativen Segeln: "Am Anfang denkt man oft, mein Gott, da sind aber schwer Behinderte dabei. Aber nach einer Zeit übersieht man das einfach. Und sie sind es dann auch nicht mehr."
Anschrift:
Segeln für Behinderte e. V.
Grolmannstraße 22
50825 Köln

Postanschrift:
Postfach 400725
50836 Köln

Tel. 02234/53961
E-Mail: Brief@sfbeh.de
Internet: www.sfbeh.de

Spendenkonto: Nr. 100 134 2698 bei der Stadtsparkasse Köln (BLZ 370 501 98)

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Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk
Seit Januar 2004 läuft ein ganz besonderes Projekt im Diagnostikzentrum des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerks in Husum: Junge Menschen mit Behinderungen bauen in Gemeinschaftsarbeit ihre eigene Wanderjolle, einen Zugvogel. Das Segelboot entsteht in einem elfmonatigen Lehrgang unter der Koordination eines Holzfachmannes und erfahrener Segler des Diagnostikzentrums, die zusammen mit den Jugendlichen die vollständige Planung und Praxis des Projektes durchführen.

Das "Zentrum für die Berufsdiagnostik und die vorberufliche Förderung" behinderter junger Menschen bietet im Rahmen ihres einjährigen Förderlehrgangs eine fachübergreifende, praxisbezogene Teamarbeit. Beteiligt sind die Arbeitsbereiche Holz, Farbe, Metall und Texti. So wird nach den kostenlos zur Verfügung gestellten Bauplänen im Holzbereich der Rumpf erstellt, im Metallbereich die Bootsbeschläge, die Maler sorgen für die fachgerechte Oberflächenbehandlung und Konservierung und im Textilbereich werden die Segel gefertigt. Zum Bau eines extra Trailers für die Jolle arbeiten die Juniorwerkstatt Technisches Zeichnen und die Schweißerei zusammen.

Für die Lehrgangteilnehmer bedeutet dies alles viel Spass und manchmal auch große Mühen, wenn beispielsweise die körperliche Anforderung beim Hobeln die Grenzen der Fähigkeiten überschreitet. Laut John Muhl, dem Leiter des Diagnostikzentrums, seien die Jugendlichen bei derartigen Projekten immer sehr motiviert, interessiert und begeistert bei der Sache. In dem Lehrgang sollen vor allem Leistungsstärken betont und Schwächen ausgeglichen werden, um individuelle Lebensplanung zu ermöglichen.

Bis Juni sind bereits die Arbeiten des Rumpfbaus und am Rigg abgeschlossen und die Besegelung kann in Angriff genommen werden. Dafür hat die Firma Nickels aus Flensburg ein Sponsoring angeboten, so dass zwei, drei Jugendliche die Werkstatt mit Maschinen und das Segelmaterial für das Großsegel, die Fock und den Spinnaker dort nutzen können. Diesen Sommer sollen schon die ersten Törns vor Husum gesegelt werden, zuvor wird der Zugvogel aber noch offiziell zu Wasser gelassen und getauft.

Anschrift:
Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk
Husum
Theodor-Schäfer-Str. 14 - 26
25813 Husum

Tel. Frau Lübbe 0 48 41 / 89 92- 191
E-mail: info@tsbw.de
Internet: www.tsbw.de

Spendenkonto: Nr. 20605 bei der EDG Kiel (BLZ 210 602 37)

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Verein zur Förderung des ersten behinderten- und rollstuhlgerechten Großsegelschiffes in Deutschland
Mithilfe der Stadt Ueckermünde und vieler Unterstützer hat der Verein ein ehrgeiziges Projekt ins Leben gerufen: den rollstuhlgerechten Ausbau eines 21,50-Meter-Kaskos. Der Rumpf wurde von der Stadt in Polen gekauft und befindet sich derzeit in Ueckermünde in der Ausbauphase. Ziel ist, dass die Behinderten künftig möglichst eigenständig das Schiff führen können. Es wird deshalb unter anderem einen Fahrstuhl erhalten.

Obwohl die Zahl der Sponsoren und Helfer beträchtlich ist, benötigt das Projekt jede noch so kleine Spende, um den 500.000-Euro-Etat zu decken. Das Schiff soll 2005 fertig werden und unter dem Namen "Wappen von Ueckermünde" in See stechen. Es bietet einerseits eine "weitere Möglichkeit zur Integration Behinderter" und dient gleichzeitig dazu, an dem "Tourismusstandort Dinge anbieten zu können, die es bisher in dieser Form nicht gibt".

Schirmherrin ist die erfolgreiche Behinderten-Sportlerin Marianne Buggenahgen, die Ehrenbürgerin der Stadt.

Anschrift
Verein zur Förderung des ersten behinderten- und rollstuhlgerechten Großsegelschiffes in Deutschland e. V.
Kamingstraße 26
17373 Ueckermünde

Tel.: 039771/227 25
E-Mail: info@rollisegler.de
Internet: www.rollisegler.de

Spendenkonto: Nr. 3210 015 600 bei der Sparkasse Uecker-Randow (BLZ 150 504 00)

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Windsbraut
Der Verein Windsbraut betreibt seit 1991 den gleichnamigen 1911 in Stade gebauten Elbewer als Seminarschiff. Auf der "Windsbraut" finden jährlich etwa 10 bis 15 Reisen statt, darunter bis zu drei mit Behinderten. Die Törns werden von Personen aus dem Verein betreut und sollen den Teilnehmern sowohl das Segeln als auch die ökologischen Zusammenhänge des Wattenmeers mit Themen -Schwerpunkten näher bringen.

Die Touren und Seminare sind für bis zu 16 Personen geeignet. Der Verein setzt sich aus 20 Personen zusammen, die das Schiff in ihrer Freizeit pflegen und sich um die Seminargruppen an Bord kümmern. Die "Windsbraut", die lange Zeit als Baggerschute in Kiel vor sich hin rostete, wurde vom Juni 1989 bis zum Dezember 1991 von Grund auf erneuert und dabei auch gleichzeitig vollständig behindertengerecht ausgestattet. Sie hat eine Rumpflänge von 19,85 Meter und ist fünf Meter breit. An Bord befinden sich vier Kammern (zwei davon behindertengerecht) für Gäste mit insgesamt 16 Kojen, sowie zwei Toiletten, ein Gemeinschaftsraum und eine voll eingerichtete Kombüse.

Anschrift:
Windsbraut e.V.
Verein für ökologisches Lernen und Handeln
Lauenburger Str. 16
21354 Bleckede/Elbe
Tel. 0160/4680270
Fax 05852/2561
E-Mail: info@windsbraut-ev.de
Homepage: www.windsbraut-ev.de

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Wings for handicapped
Noch verfügt "Wings for handicapped" zwar über kein Segelboot - aber das scheint nur eine Frage der Zeit. Zumindest wurde auf der boot in Düsseldorf schon ein motorisiertes Schlauchboot der Initiative vorgestellt. Dass es gewiss bald auch zum Segeln kommt, lässt sich aus der Vita des Vereinsgründers unschwer erahnen. Jörg Leonhardt ist seit seinem 18. Lebensjahr nach einem Autounfall querschnittsgelähmt. Aber überaus aktiv geblieben. Der Rollstuhlbasketball-Nationalspieler fährt Motorboot und Motorrad, taucht, springt Fallschirm und fliegt Ultraleicht-flugzeuge und Drachen (ursprünglich wurde der Verein denn auch als Flugsportclub für Behinderte gegründet). Wie gesagt, nur eine Zeitfrage, bis der Bewegungsfanatiker das Segeln für seine Ziele entdeckt. Bis dahin geht Leonhardt mit dem neuen Schlauchboot "Hoppetosse" auf Tour - an Bord behinderte und schwerkranke Kinder. Er will nicht nur die Behinderten stärken, sondern vor allem deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit: Leonhardt will "Menschen die Angst nehmen, mit Behinderungen beziehungsweise Behinderten umzugehen." Er sagt: "Wings for handicapped kennt keine Probleme. Wir verstehen jede Herausforderung als eine Aufgabe, die es zu bewältigen gilt."

Adresse
Wings for handicapped e.V.
Jörg Leonhardt
Kirschbergstr. 11
35447 Reiskirchen

Tel.: 0178/835 51 93
E-Mail: mail@w4h.de
Internet: www.w4h.de

Spendenkonto: Nr. 257 013 229 bei der Sparkasse Gießen (BLZ 513 500 25)

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