60 Jahre Finn-Dinghy
Porträt der Arbeiter-Klasse
Einiges hat sich bis heute an der olympischen Einhandjolle geändert. Geblieben ist ihre unvergleichliche Anziehungskraft. Wir haben je einen Vertreter der ersten und jüngsten Generation gegeneinander antreten lassen und erzählen die einmalige Erfolgsgeschichte dieser Jolle.
Seit 1952 ist das Finn-Dinghy olympisch, das macht 15 Olympische Spiele in Folge. Das schaffte keine andere Klasse. Es setzte sich immer wieder gegen Angriffe von außen durch, konnte sich beispielsweise gegen den Contender und neben dem 1996 zusätzlich ins Programm geholten Laser behaupten. Die Gründe für diesen einmaligen Siegeszug sind vielfältig — und nicht unbedingt offenkundig. Wie selbst eingefleischte Finn-Enthusiasten im stillen Kämmerlein eingestehen werden, ist es weniger die Erscheinung und auch nicht der Rausch der Geschwindigkeit, die den Reiz dieser Jolle ausmachen. Es gibt elegantere Rümpfe als den um die Hüfte doch etwas fülligen des Finns, und auch das gestauchte Rigg zählt sicher nicht zu den effektivsten. Andere Einhandjollen sind sehr viel schneller, gerade in jüngerer Zeit wächst die Konkurrenz durch Boote mit Trapez, Auslegern und Gennaker. „Das Finn ist das Boot, in dem man am meisten arbeiten muss, um am langsamsten voranzukommen“, bringt es Jochen Schümann, der seine Karriere in dieser Jolle begründete, auf den Punkt.
Doch was macht dann den Reiz dieses Bootes aus?










