Langfahrt
Pieske segelt wieder auf zwei Rümpfen
Die "Barrakuda" ist nicht nur irgendein Katamaran. Sie ist ein Monster. Insgesamt 17,30 Meter lang und sieben Meter breit. So breit, dass für den Liegeplatz in Heiligenhafen zunächst noch ein Heckpfahl entfernt werden musste, denn "Barrakuda" braucht zwei Boxen. "Dieser Katamaran verkörpert all das, was ich mir auf der Weltumsegelung mit ’Shangri La’ damals gewünscht habe", erklärt der 68-jährige Lübecker Burghard Pieske YACHT online. "Es ist kein gewöhnlicher Katamaran, kein Schiff allein für die Tropen, denn er besitzt kaum ein Cockpit, dafür eine beheizte Windschutzscheibe. Es ist ein Schiff für extreme Reviere. Mit den zwei 215 PS starken Steyr-Puch-Motoren kann ich sogar Hafenschlepper spielen."
Für den neuen Eigner scheint "Barrakuda" wie eine Maßanfertigung. Dabei ist sie gar keine Eigenkonstruktion Pieskes, etwa wie die "Shangri La Nova" in den achtziger Jahren. Damals hatte Pieske all seine Erfahrung von Georg Nissen in zwei Rümpfe zeichnen lassen, aber leider nie eines dieser Schiffe besessen. Zu "Barrakuda" kam Pieske nun durch Zufall. Ein Freund und ehemaliger Mitsegler auf der alten "Shangri La" hatte sich dieses Schiff bauen lassen, war aber verstorben. Deshalb übernahm Pieske den Neubau.
Das Design fällt in der Marina von Heiligenhafen enorm auf. Schon einmal wegen der Größe. Zudem ist das Schiff ständig belagert von Interessierten, Hunderte Fotos werden geschossen. Die Bauqualität wirkt durchweg hervorragend, von erfahrenen Bootsbauern gefertigt. Viel Holz. Auch an Technik wurde nicht gespart. Verstellpropeller, Harken-Elektrowinschen, Microcommander-Schaltung, Autopilot, Radar, Plotter, Elektroherd und Mikrowelle, Pantry mit Ofen, Spüle und Kühlschrank, Heizung, Warmwassersystem, Fischer-Panda-Generator. "Ich werde erstmal noch eine Ausbildung zum Elektroingenieur machen müssen, um da durchzublicken", sagt Pieske.
Das Ziel dieser Neuanschaffung ist klar: "Ich möchte damit in ’Shangri Las’ Kielwasser segeln", sagt Burghard Pieske, und genau wie damals auf der zehnjährigen Weltumseglung mit "Shangri La" stellt er sich vor, dass das Schiff im Rahmen einer Eignergemeinschaft um die Welt bewegt werden könnte.
Weitere Informationen auf www.burghard-pieske.com.










