Panorama
Laura darf sofort los!
Bis zuletzt forderten staatliche Stellen, ihre seit einem Jahr bestehende amtliche Vormundschaft zu verlängern. Dem folgten die Richter nicht – ihrem Traum, jüngste Weltumseglerin der Geschichte zu werden, steht juristisch nichts mehr im Weg
Laura Dekker ist sprachlos. Das kommt selten vor. Die 14-jährige Niederländerin hat endlich den langen Rechtsstreit gewonnen und das Einverständnis für eine Einhand-Weltumseglung bekommen. „Ich bin total froh“, strahlt sie schließlich doch erleichtert, „nun kann ich endlich los. Ich habe es eigentlich nicht geglaubt. „Ich habe im letzten Jahr so viel mitgemacht, mich hätte nichts mehr gewundert.“
Das Gericht lehnte eine Verlängerung der amtlichen Vormundschaft ab. Jugendschützer hatten ein weiteres Jahr Aufsicht für Laura Dekker gefordert. Das Mädchen war unter Vormundschaft gestellt worden, nachdem die Richter die Gefahren des Vorhabens als zu groß für das Kindeswohl gehalten hatten. Und die Vormundschaft war immer wieder verlängert worden.
Vermutlich spielt der Sinneswandel ihrer Mutter eine Rolle. Sie hatte das Projekt zunächst verhindern wollen, heute unterstützt sie es.
Eigentlich wollte Laura schon im vergangenen September los, um als jüngste Weltumseglerin in die Geschichte einzugehen. Der Traum hätte sich mit einem anderen Urteil heute erledigt, jedenfalls in der geplanten Form. Der Etappen-Törn soll etwa zwei Jahre dauern.
Das Schiff, eine 11,50 Meter lange Gin-Fizz-Ketsch, ist bereits vollständig ausgerüstet und getestet. Dem Vernehmen nach soll der Start schon in den nächsten Wochen erfolgen — was wegen der Wetterfenster für die großen Passagen auch notwendig ist.
Es ist schon derart viel geschehen in Laura Dekkers jungem Leben, dass ihre Großmutter Riek Dekker im November bereits eine Biografie herausbringt — über eine 14-Jährige! Sie trägt den Titel „Meine Geschichte“. Dabei hat die gerade erst so richtig angefangen.










