Aufruf

Langfahrer als Katastrophenhelfer

24.02.2016 Pascal Schürmann, Fotos: Sea Mercy, New Zealand Defense Force, NOAA/NASA Goddard Rapid Response - Die Einwohner der von Zyklon "Winston" heimgesuchten Fidschis benötigen dringend Unterstützung. Nun sollen Yachten Hilfsgüter transportieren

Sea Mercy
Fotograf: © Sea Mercy

Yachten bringen Hilfsgüter auf eine vom Wirbelsturm getroffene Südseeinsel

Die auf schnelle Katastrophenhilfe für entlegene Inseln und Küsten spezialisierten Organisationen Sea Mercy und Yacht Aid Global rufen Langfahrtsegler, die sich derzeit in der Südsee aufhalten, dazu auf, den Einwohnern Fidschis zu Hilfe zu kommen. In den vergangenen Tagen war der Südseearchipel in die Zugbahn von Zyklon "Winston" geraten, mindestens 20 Menschen kamen dabei ums Leben.

Vor allem einige der äußeren Inseln des Archipels hatte der tropische Wirbelsturm der Kategorie 5 mit voller Wucht getroffen. Entsprechend groß sind die Zerstörungen, die sich nach dem Abziehen des Sturms abzeichnen. Ganze Siedlungen sind mancherorts dem Erdboden gleichgemacht. Was der Sturm allein nicht schaffte, vollendeten an vielen Küstenabschnitten nachfolgende Flutwellen. Sie rissen alles mit sich fort, was nicht mehr niet- und nagelfest war.

Zyklon Winston 2016
Fotograf: © New Zealand Defense Force

Die Folgen von Zyklon "Winston" auf einer der Fidschi-Inseln

Die Initiatoren von Sea Mercy erklären, dass es in der Regel ein bis zwei Monate und länger dauere, bis die großen internationalen Hilfsorganisationen auch die Randbereiche der von Naturkatastrophen betroffenen Gebiete erreichten. Selber könne man schneller und flexibler reagieren. Dies habe sich zuletzt im vergangenen Jahr gezeigt, als man erfolgreich mit Medikamenten, Lebensmitteln und Baumaterialien beladene Segelyachten zu den kleineren Inseln Vanuatus entsandt hatte. Auch dieser Archipel war zuvor von einem Wirbelsturm schwer getroffen worden.

Zyklon Winston 2016
Fotograf: © NOAA/NASA Goddard Rapid Response

Satellitenbild Zyklon "Winston" 2016

Wer mit seiner Yacht also gegenwärtig in der Südsee unterwegs ist und sich an der Hilfsaktion beteiligen möchte, sollte Kontakt zu Sea Mercy aufnehmen. Die Organisation koordiniert die Hilfeleistungen und weiß, welche Güter wo derzeit am dringendsten benötigt werden.

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