Sicherheit

KNRM rückt 2015 insgesamt 2332-mal aus

19.01.2016 Alexander Worms, Fotos: KNRM - Das sind für das niederländische Pendant zur DGzRS knapp 100 Einsätze mehr als im Vorjahr. Die meisten haben Segelyachten gegolten

KNRM bei Segelyacht ohne Mast
Fotograf: © KNRM

Riggprobleme: Oft sind die Crews nach einem Mastbruch überfordert. Dann ist Hilfe vonnöten

944-mal führten die Fahrten der Retter zu Seglern, 510-mal lautete die Ursache Motorstörung. Zumeist, so die Retter, handelte es sich dabei um verstopfte Dieselfilter, oft hervorgerufen durch mangelnde Wartung oder verunreinigten Kraftstoff. Präventiv bietet die KNRM daher ein Faltblatt mit wichtigen Informationen zur Wartung an.

Zweithäufigster Grund für Einsätze waren Navigationsfehler. Meistens steckte da eine Yacht auf einer der Untiefen im IJsselmeer. Stark zugenommen hat das Fehlerbild Ruder- und Schraubenprobleme. Hier waren sehr oft Fischernetze Grund der Probleme. Auffällig häufig trat das Problem in der Umgebung von Enkhuizen auf. Kein Wunder, wird dort noch sehr intensiv mit Stellnetzen gefischt. 

Der Tag mit den meisten Einsätzen (37) war der 4. Juli. Während einer Hitzewelle waren zu der Zeit besonders viele Menschen auf dem Wasser.

Zwei besondere Ereignisse hielt das Jahr 2015 für die KNRM bereit:

– Die App der Retter, KNRM Helpt, ging online. Mit ihr können sich auch deutsche User auf ihren Reisen von der KNRM betreuen lassen. Die Gratis-Anwendung hat einen Wetter- und Tidenbericht sowie eine Logbuchfunktion. Der eigentliche Clou: Wer will, kann seine geplante Reise dort anlegen. Wird die erwartete Ankunftszeit überschritten, meldet sich die App beim User. Reagiert der nicht, wird ein Rettungsboot losgeschickt. Erhältlich ist das Programm im App-Store für IOS und Android.

KNRM 100.000. Geretteter
Fotograf: © KNRM

Eine deutsche Crew freut sich über Beistand. Ein Tau hatte sich in der Schraube verfangen

– Das zweite Ereignis war der 100.000. Gerettete in der Geschichte der KNRM. Die Station Enkhuizen brachte  eine Charteryacht mit sechs deutschen Seglern sicher in den Hafen, nachdem sich eine Leine in der Schraube verfangen hatte. Die Crew hatte das Schiff nach dem Unglück noch problemlos bis etwa zwei Meilen vor die Marina gesegelt, für das letzte Stück jedoch um die Hilfe der Retter gebeten.

Video der KNRM über die Aktivitäten 2015

Die KNRM steht an insgesamt 45 Rettungsstationen verteilt über die gesamten Niederlande mit 1.300 Freiwilligen jederzeit bereit, um auszurücken.

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